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Nordwestmecklenburg Tipps gegen Gauner und Gefahren
Lokales Nordwestmecklenburg Tipps gegen Gauner und Gefahren
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20:15 02.11.2017
Gitta Kappel und ihr Mann Wolfgang sehen sich Sicherheitsmerkmale von Geldscheinen an. Die Polizisten Angelika Becker, Ines Buchholz und Jens Brügmann informieren die beiden Schönberger. Quelle: Fotos: Jürgen Lenz

Um Gauner, Gesundheit und Gefahren ging’s gestern in Schönberg. Einwohner der Stadt und umliegender Orte informierten sich bei einem Seniorensicherheitstag, organisiert von den Präventionsberatern der Polizeiinspektion Wismar in Zusammenarbeit mit Verkehrswacht, Gesundheitsamt, Pflegestützpunkt und Betrieben. Wolfgang Kappel aus Schönberg war dabei

Rentner lassen sich bei Seniorensicherheitstag in Schönberg beraten.

– und ziemlich angetan. Bilanz des 74-Jährigen: „Man lernt beim Seniorensicherheitstag dazu und kann einiges auffrischen. Ich finde es gut, dass so etwas einmal gemacht wird.“

Das machen die Polizei und ihre Partner in Nordwestmecklenburg zweimal im Jahr. „Wir versuchen in jeden Bereich zu kommen“, erläutert die Präventionsberaterin Angelika Becker. Erste Station in diesem Jahr war Gadebusch.

Nun also Schönberg, wo die Palmberghalle an diesem besonderen Tag für Senioren öffnet. Angelika Becker (55) sagt, die Polizei sei froh, dass Optiker und Hörgeräteakustiker aus dem jeweiligen Gebiet mitmachen, denn: „Die Menschen gehen am ehesten dorthin.“ Gestern gingen Senioren zu Ständen des Schönberger Augenoptikerbetriebs Brillen-Becker und des Hörakustikers Wiesner, der in Grevesmühlen, Gadebusch und Stralsund informiert, berät und verkauft. Rentner nutzten die Gelegenheit, ihr Seh- und Hörvermögen kostenlos zu testen. Fachleute gaben Ratschläge.

Die bekamen die Senioren auch von der Polizei. Sie gab Tipps für ein sicheres Zuhause und gegen Tricks von Taschendieben – gemäß dem Motto „Schlauer gegen Klauer!“ Senioren nahmen Broschüren mit, in denen sie nachlesen können, welche Methoden Gauner am Telefon anwenden, an welchen Merkmalen echte Euro-Scheine von falschen zu unterscheiden sind, was vor dem Missbrauch von EC-Karten schützt und welche Notrufnummer zu wählen ist, um eine verlorene oder gestohlene Karte sperren zu lassen: 116116.

80 zu 120 ist der Blutdruck eines Mannes, den Annemarie Schoodt gestern beim Seniorensicherheitstag in Schönberg ermittelte. „Vorbildlich“, lobte die in Schönberg lebende Mitarbeiterin des Gesundheitsamts. Viele Senioren kennen Annemarie Schoodt, seit sie in ganz Nordwestmecklenburg mit dem Gesundheitsmobil unterwegs ist. In der Palmberghalle war sie gestern auch, um Blutzucker zu messen, über Vorsorgevollmachten zu informieren und Ratschläge zum Schutz vor Stürzen zu geben. An ihrer Seite: Stefanie Herrmann, Mitarbeiterin des Pflegestützpunktes. Ihr Gebiet: „Pflege- und Sozialberatung – alles, was den Bereich Senioren betrifft.“

Belange älterer Menschen hat auch die Verkehrswacht Wismar im Blick. Mitarbeiterin Sibylle Runge (60) erklärte gestern in Schönberg: „Wir wollen, dass die Menschen lange mobil sind und sicher am Verkehr teilnehmen können.“ Die Verkehrswacht informierte, beriet, lud zu Reaktionstests ein. Besonderer Hingucker: ein Fahrradfahrsimulator mit Reaktionstest. Sibylle Runge erläutert den Hintergrund: „Viele Senioren sind mit dem Fahrrad unterwegs.“

Menschen jeden Alters können Opfer eines Einbruchs werden. Darüber, wie sie sich am besten schützen, informierte gestern Michael Schubbe von der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle in Schwerin. Er erklärt: „Ich bin viel unterwegs, besuche Leute und berate sie zu Hause – natürlich kostenlos, firmenneutral und unverbindlich.“

Kontakt: ☎ 0385 / 51803057,

E-Mail kripoberatung-schwerin@poli-

zei-mv-regierung.de

Jürgen Lenz

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