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Nordwestmecklenburg Tod eines 22-Jährigen im "Wonnemar" gibt weiter Rätsel auf
Lokales Nordwestmecklenburg Tod eines 22-Jährigen im "Wonnemar" gibt weiter Rätsel auf
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21:04 11.11.2013
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Wismar

Die genauen Umstände, wie es zu dem tragischen Unglück im Freizeitbad „Wonnemar“ kommen konnte, sind weiter unklar. Die Staatsanwaltschaft Schwerin hat gestern die Obduktion des Verstorbenen veranlasst, um die Todesursache zu klären. Am Sonnabendmorgen war unter der Abdeckfolie eines der drei Außenbecken die Leiche eines jungen Mannes gefunden worden. Es handelt sich um einen 22-jährigen Wismarer.
„Nach dem gegenwärtigen Stand der Ermittlungen ist der Verstorbene Freitagnacht außerhalb der Öffnungszeiten des Freizeitbades auf das Gelände gelangt“, bestätigte gestern Staatsanwältin Claudia Lange die Information, dass er kein Badegast gewesen war. Er habe sich von außen unberechtigt Zutritt verschafft, indem er vermutlich über den 2,50 Meter hohen Zaun geklettert ist. „Wir gehen davon aus, dass er im Außenbecken baden wollte“, sagte die Staatsanwältin weiter, „denn er trug nur eine Badehose. Seine Kleidung lag in der Nähe des Beckenrandes.“

Bereits jetzt stehe fest, dass es keine Anhaltspunkte für eine Fremdeinwirkung gibt. Die zweifelsfreie Todesursache soll heute durch eine Obduktion festgestellt werden, wie die Staatsanwältin mitteilte. Nach wie vor habe sie keine Erkenntnisse, ob der Verstorbene unter Alkoholeinfluss stand. „Das wird im Rahmen der Obduktion mit geprüft.“ Ob er sich allein oder möglicherweise mit mehreren jungen Leuten Zutritt zum „Wonnemar“-Gelände verschafft hatte, konnte die Staatsanwältin ebenfalls nicht sagen.
Die Mitarbeiter des beliebten Freizeitbades an der Bürgermeister-Haupt-Straße sind immer noch sehr betroffen wegen dieses Todesfalls. Er ist der erste seit Eröffnung des „Wonnemar“ vor fast 13 Jahren. „Uns ist unklar, wie das passieren konnte. Zur Schließzeit um 22 Uhr wird die Plane über das Außenbecken gezogen, um die Wassertemperatur konstant bei 30<TH>Grad zu halten. Da kommt man nicht ohne Weiteres drunter“, erklärte Marketing-Leiterin Madlen Roggentin gestern. Zuvor kontrolliere ein Mitarbeiter, ob sich wirklich kein Gast mehr in einem der Schwimmbecken aufhält. „Wir arbeiten eng mit der Polizei zusammen, um das Unglück aufzuklären. Bisher gibt es keine Indizien für Sicherheitslücken.“

Junger Mann ertrinkt im Wonnemar

Bei dem Außenbecken handelt es sich um jenes mit dem Strömungskanal. Es ist insgesamt rund 380 Quadratmeter groß. Der Tote wurde in dem Bereich gefunden, der 160 Quadratmeter misst (im Foto vorne). Das Wasser ist hier 1,25 Meter tief. Gemeinsam mit der Polizei war nach dem grausigen Fund abgeklärt worden, ob die Wasserqualität beeinträchtigt ist. „Es gab keine Verunreinigung, wir konnten das Becken ab Sonnabendmittag guten Gewissens freigeben“, erklärte Madlen Roggentin.
Bis dahin war das Erlebnisbad wegen der polizeilichen Untersuchungen geschlossen gewesen. Der junge Mitarbeiter, der den leblosen Körper in dem Becken gefunden hatte, war am Wochenende vom Dienst befreit. „Er wurde und wird noch immer von uns betreut“, sagte Madlen Roggentin.

Haike Werfel

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