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Nordwestmecklenburg Tour mit gutem Zweck und Gottes Segen
Lokales Nordwestmecklenburg Tour mit gutem Zweck und Gottes Segen
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00:11 03.05.2013
Motorradfahrer der Johanniter aus Lübeck sichern in Schönberg den Konvoi der Motorrad- und Trikefreunde. Quelle: Dana Dolata
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Schönberg

Wenn die „Flaming Stars“ genannten Feuerwehr-Biker aus Nordwestmecklenburg einladen, kommen Motorradfahrer aus allen Himmelsrichtungen. Etwa 100 Biker aus Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg trafen sich jetzt an der Sankt-Laurentius-Kirche in Schönberg, um ihre Saison einzuläuten. Neben Feuerwehrleuten fuhren in den unterschiedlichsten Motorradgruppen auch Polizisten mit. Die Bundespolizei aus Hamburg war erstmalig dabei. Nach einem Gottesdienst fuhren die Biker durch Westmecklenburg bis nach Lützow. Dort gab es für sie Line Dance und Essen vom Grill.

Zum Gottesdienst, den Schönbergs Pastor Jochen Schmachtel hielt und der neben Bikerpsalmen auch Lieder und Lesungen enthielt, gingen etwa 30 Motorradfahrer. „Die allermeisten sind beinahe an jedem Wochenende bei einem Motorradgottesdienst“, sagte mit Peter Schröter (51) aus Schönberg einer der beiden Hauptorganisatoren. Da könne es eben auch einmal sein, dass Motorradfahrer lieber die Sonne genießen und frühstücken. Für die Versorgung an der Sankt-Laurentius-Kirche sorgten die „Flaming Stars“. Es gab Kaffee und belegte Brote.

Das Geld, das an diesem Tag über Theken, in Klingelbeutel und in Spendenboxen ging, kommt Romy-Charlott Urban zugute. Das Kind benötigt ein neues Herz, befindet sich derzeit zusammen mit seinem Vater im Herzzentrum der Charité in Berlin.

„In jedem Jahr sammeln wir für einen anderen guten Zweck“, erklärte Peter Schröter. Dies wäre auch der Grund für ihn, die Veranstaltung zu organisieren. „Die Fahrer sind alle bereits in Hilfsorganisationen involviert, tun aber darüber hinaus auch privat noch Gutes. Das imponiert mir“, sagte er.

Gerd Weiser von der „Blue Knights“ genannten Vereinigung von motorradfahrenden Polizeibeamten nahm laut eigenen Aussagen wegen der Gemeinsamkeit und der Zugehörigkeit, die man bei einem solchen Event empfinden kann, teil. „Außerdem mag ich die Ausfahrten“, sagte er. „Ich finde es gut, dass du hier so viele Freunde treffen kannst“, sagte Axel Kleinwächter (52) aus Reppenstedt. „Man sieht zwar viele bekannte Gesichter, trifft aber darüber hinaus auch eine immense Anzahl an neuen Menschen“, sagte Mitorganisator Andreas Dubbe (50) aus Grevesmühlen dazu.

Pastor Jochen Schmachtel nahm sich ein Thema für seinen Gottesdienst. „Fremd und vertraut“ nannte er ihn. „Auch Motorradfahrer begegnen vielem Fremden, aber auch vielem Bekannten“, sagte er. Das Fremde könne interessieren und abstoßen, das Bekannte könne vertraut und langweilig wirken.

Dana Dolata

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