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Nordwestmecklenburg Tränen beim Abschied der Sekretärin
Lokales Nordwestmecklenburg Tränen beim Abschied der Sekretärin
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21:17 30.08.2013
Bärbel Engel (65) sitzt neben zahlreichen Abschiedsgeschenken, die sie bekam. Quelle: Foto: Dana Dolata

39 Jahre war Bärbel Engel Schulsekretärin an Schulen in Schönberg, zuletzt lange Jahre an der Regionale Schule mit Grundschule. Mit 65 Jahren geht sie nun in Rente. Von Schülern, Eltern, Lehrern, der Schulleiterin Sabine Hoffmann und Schönbergs Bürgermeister Michael Heinze (Die Linke) wurde sie gestern mit Pomp und vielen Tränchen verabschiedet.

Man schrieb das Jahr 1974, als Bärbel Engel aus Schönberg mit 26 Jahren an der Rudolf-Hartmann-Schule anheuerte — als Schulsekretärin. In den 80er-Jahren wechselte sie zur Franz Hermann-Schule, die heutige Regionale Schule mit Grundschule. Dort blieb sie bis heute. „Es war eine schöne Zeit“, sagt sie. Der gute Zusammenhalt sei es, der das Gefühl geprägt habe, sagt Bärbel Engel.

Ihre Funktion übernimmt seit dem 1. August Kerstin Skrabin. Sie sagte: „Die Aufgabe einer Schulsekretärin umfasst ganz viel. Man arbeitet mit Kindern, Eltern und Lehrern zusammen und kümmert sich um die kleinen wie großen Sorgen der Kinder — und wenn es manchmal nur das Pflaster ist, das man aufklebt und dann die Tränen trocknet.“

Von Pflastern war auch in den Sketchen die Rede, die der Wahlpflichtkurs „Darstellendes Spiel“ aufführte. „Eine Schulsekretärin sitzt im Nervenzentrum der Schule und braucht nicht selten mehr als einen Kopf und zwei Hände — wir stellen hier heute einige Situationen vor, die sie alltäglich erlebt“, leitete Svenja Karneck ein, die in den Sketchen die Rolle der Schulsekretärin übernahm. Sie verarztete Bauchkranke und Schüler, die eine Kappe von einem Füller verschluckt hatten. „Mir fehlt nichts, ich habe etwas zu viel“, sagte die Schülerin, die so tat, als hätte sie eine Kappe verschluckt.

Neben Sketchen gab es etliche musikalische Einlagen. Die Klasse 4b sang und rezitierte „Manchmal“. Darin hieß es : „Manchmal habe ich Bock auf Spinnerei“, hieß es in „Manchmal“ der Klasse 4b — und „dann brauche ich jemanden der sagt: ,Ich bin dabei‘“. Eine Anspielung auf die Zeit mit Bärbel Engel wie auch: „Knie aufgeschlagen, Hose zerrissen, wie sag ich‘s der Mutter: Frau Engel wird‘s wissen.“

Hunderte Schüler waren in der Sporthalle der Schule zusammengekommen und etwa 100 von ihnen sagten persönlich Tschüss, eine Sonnenblume oder etwas Selbstgemaltes in den Händen.

Dana Dolata

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