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Nordwestmecklenburg Tragischer Unfall: DRK-Chef bricht sich Halswirbel
Lokales Nordwestmecklenburg Tragischer Unfall: DRK-Chef bricht sich Halswirbel
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20:15 23.10.2013
Thomas Agerholm (55), Chef des DRK von Nordwestmecklenburg
Wismar

Der 8. September 2013 hat das Leben des Unternehmers und Chefs des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) von Nordwestmecklenburg, Thomas Agerholm, schlagartig verändert. Einen Tag vor seinem 55. Geburtstag stürzte er in seinem Wohnhaus die Treppe hinunter und verletzte sich so schwer, dass er vermutlich künftig auf Hilfe angewiesen sein wird. „Leider habe ich mir bei diesem Sturz einen Halswirbel gebrochen und wurde zweimal in Rostock operiert“, ließ der 55-Jährige in einer E-Mail seinen Beschäftigten der HW Leasing GmbH Wismar mitteilen.

Einer, der in diesen schweren Tagen Zugang zu ihm hat, ist Peter Dost (38). Er ist der zweite Geschäftsführer des Wismarer Leasing-Unternehmens. „Wir alle sind natürlich sehr betroffen und haben Hoffnung, dass Herr Agerholm eines Tages wieder voll genesen ist. Die Nervenstränge der Wirbelsäule sind nicht durchtrennt worden“, blickt Dost angesichts der schweren Verletzung seines Chefs optimistisch in die Zukunft.

Thomas Agerholm hat sich nicht nur als Präsident des DRK-Kreisverbandes einen Namen in der Wismarer Region gemacht. Auch als Sponsor, vor allem im sozialen Bereich, war er bisher aktiv. So unterstützt er zahlreiche Sportvereine, organisiert seit Jahren das Nikolai-Bankett, dessen Erlöse für den Erhalt der Kunstwerke in der Nikolaikirche bestimmt sind, unterstützt das Filmfest in Wismar, die Wohltätigkeitsgala des DRK, die Wismarer Tafel und den DRK-Kindergarten.

Schockiert über den tragischen Unfall von Thomas Agerholm reagiert auch der DRK-Kreisverband. „Wir sind fassungslos und drücken Herrn Agerholm die Daumen, dass er schnell auf die Beine kommt“, so Kathrin Konietzke vom DRK-Vorstand.

Obwohl Thomas Agerholm möglicherweise für mehrere Monate seinen Chefsessel nicht besetzen kann, sieht sein zweiter Geschäftsführer das Unternehmen nicht gefährdet. Dazu hat er auch allen Grund, denn die Firma hat für das vergangene Geschäftsjahr positive Zahlen auf den Tisch gelegt. So betrug der Umsatz 74 Millionen Euro. „In diesem Jahr planen wir mit 80 Millionen Euro Umsatz im Leasinggeschäft“, so Peter Dost. Das Unternehmen beschäftigt insgesamt 72 Mitarbeiter, davon 50 in der Hansestadt Wismar, und fünf Auszubildende. Niederlassungen gibt es außerdem in Düsseldorf, Mannheim, München, Dresden, Hamburg und Berlin.

Die Wismarer Firma verleast alles von der Kirchenglocke über Autos, Rettungsfahrzeuge, Einrichtungen für das Friseurhandwerk, Ladeneinrichtungen bis hin zum Kleinflugzeug an mittelständische Unternehmen in Deutschland.

Der Umbau des ehemaligen Getreidespeichers am Alten Hafen in Wismar sei durch den tragischen Unfall von Agerholm nicht gefährdet, bestätigt Peter Dost auf Anfrage. HW Leasing will ihn sanieren. Dort sollen Büros und Ferienwohnungen entstehen. Thomas Agerholm persönlich hatte vor zwei Jahren das Projekt in Angriff genommen.

Inzwischen hat der Unesco-Sachverständigenbeirat für dieses Vorhaben grünes Licht gegeben. Nach jahrelangem Leerstand erwarb HW Leasing den Speicher. Früher gehörte dieser zu Hanse-Saaten Rostock.

Wir sind alle sehr betroffen und und haben die Hoffnung, dass Herr Agerholm eines Tages wieder voll genesen ist.“Peter Dost, Zweiter Geschäftsführer HW Leasing GmbH Wismar

Peter Preuß

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