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Nordwestmecklenburg Treckertour nach Sachsen
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21:15 30.06.2017
Die Schützen haben Edwin Plescher mit Salutschüssen verabschiedet. Der Schönberger ist seit Montag auf dem Weg nach Markkleeberg – mit einem Lanz-Bulldog aus dem Jahr 1950. Quelle: Foto: Steffen Oldörp

Es ist eines der größten Abenteuer für den 73-jährigen Edwin Plescher. Der Schönberger hat sich Anfang der Woche auf den Weg ins mehr als 400 Kilometer entfernte Markkleeberg bei Leipzig gemacht. Und das nicht mit dem Auto, sondern mit seinem Lanz-Bulldog. Spätestens heute will Plescher mit dem Traktor aus dem Jahr 1950 ankommen. „Dann beginnt in Markkleeberg ein Lanz-Bulldog-Treffen. Da will ich dabei sein“, erklärte er vor der Abfahrt. Plescher reist nicht allein. Otto Bade aus Barendorf begleitet den Tankwart aus Schönberg mit seinem Traktor. Ziel pro Tag? „Schwer zu sagen. Wir dürfen ja keine stark befahrenen Straßen nehmen, sondern müssen immer auf Nebenwegen fahren“, erläuterte Edwin Plescher. Fest stand dagegen: Geschlafen wird im Wohnwagen, den Plescher mit seinem Lanz-Bulldog zieht.

Das Treffen in Markkleeberg geht bis morgen. Anschließend wollen die beiden Nordwestmecklenburger mit ihren Oldtimern an der ehemaligen innerdeutschen Grenze zurücktuckern. „Auf dem Heimweg ist am Wochenende darauf in Plau am See ein Lanz-Bulldog-Treffen, da wollen wir auch hin“, sagte Plescher. Zusammen haben er und Otto Bade bis zu drei Wochen für die außergewöhnliche Treckertour eingeplant. „Eigentlich ist es eine verrückte Sache“, meinte Plescher. „Meine Frau war deshalb auch nicht so begeistert“, gab er zu. Die Idee kam den beiden erst vor vier Wochen, als sie sich beim Oldtimertreffen Schönberg kennengelernt hatten. „Otto hat mir erzählt, dass er das schon häufiger gemacht hat. Als er mich gefragt hat, ob ich mitmöchte, war ich sofort begeistert.“

Plescher ist seit zwei Jahren großer Lanz-Bulldog-Fan. So lange hat er den alten Traktor, den er selbst wieder flottgemacht hat. „Es ist richtig alte Technik mit Glühkopfmotor. Man muss ihn andrehen, er ist einfach gebaut und sehr zuverlässig.“

Es ist nicht das erste Mal, dass der Schönberger eine besondere Tour auf sich nimmt. Vor zwei Jahren ist er mit seiner Harley-Davidson entlang der Route 66 durch die USA gefahren. „Ich habe das Größte gemacht, was man als Harley-Fahrer machen kann. Großartig.“ Seine Harley hat der 73-Jährige mittlerweile nicht mehr. „Das ist mir in meinem Alter zu gefährlich.“ Seine Liebe gehört jetzt dem Lanz-Bulldog. „Auch, weil ich kein Motorrad mehr fahre, ist meine Leidenschaft für den Lanz noch gewachsen.“ Damit es auf der langen Reise nach Markkleeberg und zurück nicht ganz so einsam wird, hat Edwin Plescher ein Radio mit mp3-Player in seinen Trecker eingebaut. „Da habe ich viele Stunden Musik drauf. Für die gute Laune“, sagte er.

Sorgen, dass er wegen des langen Sitzens Probleme bekommt, habe der Schönberger nicht. „Ich denke, ich kann einige Stunden am Tag fahren, der Sitz ist gefedert. Es fühlt sich an wie auf einem Sessel.“ Bis nach Markkleeberg wehten am Lanz-Bulldog eine DDR-Fahne, eine Mecklenburg- und eine Deutschlandfahne. Mitglieder der Schönberger Schützenzunft hatten Plescher mit Salutschüssen verabschiedet. „Ich wollte eigentlich gar nicht so viel Aufsehen erregen. Aber es ist eine sehr nette Geste.

Auch der Präsentkorb, den ich bekommen habe“, sagte Plescher, der sich schon sehr auf das Oldtimertreffen freut. „Man erlebt andere Fahrzeuge, sieht, wie schön sie hergerichtet sind. Das ist toll anzusehen und spornt an.“

Steffen Oldörp

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