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Nordwestmecklenburg Trotz Kritik kommt große Wendeschleife
Lokales Nordwestmecklenburg Trotz Kritik kommt große Wendeschleife
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20:28 29.11.2016

Die Stadt Klütz plant die Erweiterung des Wohngebiets am Lindenring. Doch an den bisherigen Entwürfen gibt es Kritik wegen eines groß geplanten Wendehammers.

Stadtvertreter Peter Ellenberg bemängelte, dass bereits beim Umbau der Straße Im Thurow eine solche Wendeschleife gebaut worden sei. „Da geht man die schöne Straße mit toll sanierten alten Häusern entlang und es öffnet sich eine fürchterliche, leere Fläche. Alles nur, weil einmal in der Woche ein Müllfahrzeug kommt?“ Dazu erklärte Kati Hoot vom Planungsbüro Mahnel aus Grevesmühlen, dass die Größe des Wendehammers für die Müllabfuhr notwendig sei. „Das liegt an den Unfallverhütungsvorschriften. Sie besagen, dass mit einem Müllfahrzeug nicht zurückgesetzt werden darf“, schilderte sie.

Stadtvertreterin Angelika Palm erwiderte dazu, dass beim Bau der Kita, des Mehrgenerationenhauses und des Pflegewohnhauses des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) eine Stelle zum Zurückstoßen des Müllfahrzeugs anstelle eines Wendehammers eingeplant worden sei. „Das geht also scheinbar, wenn es ein privates und kein städtisches Grundstück ist“, vermutete sie.

Trotz der Kritik an den Vorgaben für die Erweiterung des Wohngebiets Lindenring stimmten die Stadtvertreter dem Abwägungsbeschluss zu, um zeitliche Abläufe nicht zu gefährden. Stadtvertreter Arne Nölck hatte nämlich nach einem realistischen Zeitplan und einem möglichen Baubeginn gefragt. „Es gibt einen Vorvertrag mit der LGE Mecklenburg-Vorpommern GmbH“, erklärte Bauamtsleiterin Maria Schultz. Dieser Vertrag solle im Dezember wirksam werden. „Dann könnten im Frühjahr, spätestens im Frühsommer 2017 die Erschließungsarbeiten beginnen“, so Schultz. Demnach könnte es spätestens 2018 zum Verkauf der Grundstücke kommen, die nach bisherigen Vorstellungen 110 Euro pro Quadratmeter kosten sollen. In der Erweiterung sollen 36 Baugrundstücke mit einer Größe von durchschnittlich 720 Quadratmetern entstehen.

Während der Sitzung am Montagabend beschäftigten sich die Stadtvertreter auch noch einmal mit den Schäden des Orkans, der vom 23. zum 24. Juni mit 156 Stundenkilometern über den Klützer Winkel gefegt war. 27426,54 Euro muss die Stadt für die Beseitigung der Schäden berappen. Die Versicherung, der Kommunale Schadensausgleich, kommt für diese Schäden nicht auf. „Die meisten Schäden hatten wir im Bereich Steinbeck an relativ jungen Bäumen, die zwischen 20 und 30 Jahren alt sind“, sagte Bürgermeister Guntram Jung. „In den Nachbargemeinden sind jetzt, nachdem das Laub gefallen ist, noch weitere Schäden entdeckt worden. Das ist bei uns bisher nicht so“, fügte er hinzu.

Malte Behnk

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