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Nordwestmecklenburg Trotz Supersommer: Bade-Bilanz verregnet
Lokales Nordwestmecklenburg Trotz Supersommer: Bade-Bilanz verregnet
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21:17 13.09.2013
Vor allem Kinder vergnügen sich im Badeteich in Schönberg. In dieser Saison waren es weniger als im vorigen Jahr. Quelle: Foto: LN

Schönberg — Eine schwierige Saison liegt hinter den Betreibern des Badeteichs in Schönberg. Die Lübecker Nachrichten sprachen mit dem Vereinsvorsitzenden und Bürgermeister Michael Heinze.

Lübecker Nachrichten: Der Sommer 2013 war ein Bilderbuchsommer mit viel Sonne und Wärme — bestes Badewetter also. War der Besuch des Badeteichs entsprechend?

Heinze: Während des Bilderbuchsommers ja, aber da die Saison im Badeteich nicht nur die vier Wochen umfasst, in denen es heiß war, haben wir eine sehr durchmischte Bilanz.

LN: Wie viele Besucher kamen in diesem Jahr?

Heinze: Wir hatten in diesem Jahr 6700 Besucher.

LN: Das ist etwas weniger als im vorigen Jahr, aber deutlich mehr als 2011.

Heinze: Das ist richtig. Unser Rekord war bisher 10 000 Besucher. Dann kam der Einbruch im Jahr 2011. Wir haben uns seitdem langsam hoch gearbeitet.

LN: In diesem Jahr wurden Gerüchte über eine angebliche Gesundheitsgefährdung im Badeteich verbreitet. Auch hieß es, es seien Zerkarien im Wasser. Beides haben Untersuchungen des Gesundheitsamtes nicht bestätigt. Hat der Besuch des Badeteichs trotzdem darunter gelitten?

Heinze: Ja, eindeutig ja. Es war drastisch zu verspüren, dass die Besucherzahlen zurückgingen. Und zwar insbesondere in den Wochen, in denen das Wetter nicht so bilderbuchartig war, die aber aufgrund der Erfahrungen in den Vorjahren als Badewetter zu bezeichnen waren.

LN: Manche Schönberger meinen, einige Unternehmer und Stadtvertreter wollten den Badeteichverein kaputt machen. Haben Sie auch diesen Eindruck?

Heinze: Na ja, das möchte ich nicht so stehen lassen, aber zumindest ist zu verspüren, dass die Unterstützung von manchen Unternehmern und Stadtvertretern nicht die ist, die man eigentlich für diese Attraktion in Schönberg erwarten könnte.

LN: Worauf führen Sie das zurück?

Heinze: Ich nehme an, dass ganz persönliche Aversionen eine Rolle spielen, weil: Ich könnte mir einfach nicht vorstellen, dass man die Anlage selbst beziehungsweise die Arbeit des Vereins ablehnt.

LN: Wie finanziert der Verein den Betrieb des Badeteichs?

Heinze: Es bleibt dabei: Wir haben drei Säulen. Da sind zum einen die Zuschüsse der Stadt. Das ist die Konstante. Dann gibt es die Eintrittsgelder, bei denen es die größte Schwankungsbreite aufgrund der Besucherzahlen gibt. Und wir haben Spenden für den Betrieb des Badeteichs. Letzten Endes haben wir durch viele Aktivitäten besonders in diesem Jahr viele Spenden einwerben können, sodass die Gesamtbilanz positiv ist.

LN: Kommt der Badeteichverein finanziell über die Runden?

Heinze: Ja.

LN: Es wird also auch eine Badesaison 2014 in Schönberg geben?

Heinze: Mit Sicherheit.

LN: Was plant der Badeteich-Verein für die kalte Jahreszeit?

Heinze: Zum einen wird es weitere Aktivitäten zum Ausbau des Wasserspielplatzes geben. Zum zweiten wird alles vorbereitet, um beim hoffentlich prächtigem Frostwetter auf dem Badeteich Schlittschuh laufen zu können und wir haben eine etwas umfänglichere Satzungsänderung vor. Das ist momentan aber noch nicht spruchreif. Die Mitgliederversammlung wird darüber beschließen.

LN: Wann wird das passieren?

Heinze: Wir haben vor, das im Januar oder Februar zu tun.

Interview von Jürgen Lenz

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