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Nordwestmecklenburg Umbau der Untertrave: Bleibt die Eisdiele?
Lokales Nordwestmecklenburg Umbau der Untertrave: Bleibt die Eisdiele?
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21:12 02.05.2016

Mehr Grün, mehr Spielgeräte, mehr Eis: Das ist die Kurzformel der SPD-Forderung zur neuen Untertrave. „Den Eispavillon wollen wir gerne erhalten“, macht Harald Quirder klar, baupolitischer Sprecher der SPD. Dieser soll bei der Neugestaltung der Untertrave weichen, damit die Flaniermeile entlang der Stadt-Trave barrierefrei wird. Außerdem soll es mehr Spielgeräte an der Untertrave und auch auf dem Drehbrückenplatz geben, fordert Quirder. „Mit maritimem Charakter.“ Kinder und Jugendliche sollen dabei aussuchen dürfen, welche Spielgeräte sie gerne haben wollen. Außerdem: Direkt an den Häusern der Untertrave sollen im Gehweg kleine Pflanzinseln freigehalten werden, so dass die Eigentümer Rosenranken pflanzen können. „Und wir können uns mehr Grün auf dem Drehbrückenplatz vorstellen“, erklärt Quirder. Damit will die SPD die Forderungen der Bürger aufnehmen, die diese bei der Präsentation der neuen Untertrave geäußert haben.

Der Hintergrund: Die geplante Frischzellenkur der Untertrave samt Drehbrückenplatz kostet 15,6 Millionen Euro. Den größten Teil mit 11,9 Millionen Euro zahlen EU, Bund, Land. Die Stadt finanziert zwei Millionen Euro, die Anwohner müssen 1,7 Millionen Euro beisteuern. Baustart ist im Oktober, Ende 2018 soll alles fertig sein. „Wir haben zugesagt, all die Vorschläge zu prüfen“, sagt Bausenator Franz-Peter Boden (SPD). Am 6. Juni liegt das Ergebnis im Bauausschuss vor. Zu den Rosenranken sagt er aber bereits: „Man muss überlegen, ob die Untertrave der richtige Ort ist.“ Das sei eine andere Straße als die Gänge, in denen es solche Bepflanzung gibt.

Die Politiker bewegt vor allem die Eisdiele. „Die Angst in der Bevölkerung ist groß, dass diese Kultstätte weichen muss“, ist sich Gregor Voht (freie Wähler) sicher. Carl Howe (GAL) stimmt zu: „Ich finde es gut, wenn der Eispavillon erhalten bleibt.“ Doch Dieter Rosenbohm meint, das Häuschen müsse saniert werden: „Da will ich erst die finanziellen Auswirkungen kennen.“ Und Christopher Lötsch (CDU), Vorsitzender des Bauausschusses, meint: „Wie soll dann die Flaniermeile an der Stadt-Trave barrierefrei gestaltet werden?“ Das müsse die Verwaltung im Juni auch aufzeigen, wenn die Eisdiele erhalten bleiben sollte. jvz

LN

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