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Nordwestmecklenburg Umfahrung für abgesackten Radweg
Lokales Nordwestmecklenburg Umfahrung für abgesackten Radweg
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20:13 23.09.2016
Trotz Hinweisschildern befahren viele Radler noch den abgesackten Streckenabschnitt. Nun wird er gesperrt. Quelle: Daniel Heidmann

Die Gemeinde Kalkhorst hat eine Lösung für den abgesackten Radweg an der Steilküste bei Warnkenhagen gefunden. Die Abbruchstelle wird künftig über eine etwa dreieinhalb Kilometer lange Alternativtrasse umfahren. Der Kalkhorster Bauausschuss hat sich am Donnerstagabend einstimmig für den präsentierten Vorschlag ausgesprochen. Dass die Gemeindevertreter die Angelegenheit in ihrer nächsten Sitzung durchwinken, gilt als so gut wie sicher.

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Bauausschuss von Kalkhorst stimmt 3,5 Kilometer langer Alternativtrasse zu / Millionenförderung vom Land.

Kalkhorsts Bürgermeister Dietrich Neick (FWK) ist erleichtert, endlich eine Lösung gefunden zu haben. Denn damit wird auch die Sicherheit der Radfahrer gewährleistet. „Die Abbruchstelle kann jederzeit weiter absacken“, sagt er. Dabei könnten Leute zu Schaden kommen. Im Laufe der nächsten 14 Tage wird der Streckenabschnitt zwischen dem Ufer- und dem Strandweg nun in Abstimmung mit den Behörden gesperrt. Bisher befahren zahlreiche Radler die gefährliche Piste am Steilufer trotz Warnschildern – auch weil bisher eine Alternative fehlte. Der Bereich wurde nach dem Erdrutsch vor fast sechs Jahren nur notdürftig repariert und mit Kies aufgefüllt.

Für die Alternativtrasse haben Wirtschafts- und Innenministerium insgesamt 1,375 Millionen Euro in Aussicht gestellt. „Die Finanzen stehen bereit“, sagt Neick. Der Eigenanteil der Gemeinde liege bei nur zwei Prozent. „Die Gemeinde kann ja nichts dafür, dass die Steilküste absagt“, so der Bürgermeister. Er hofft, noch in diesem Jahr den Fördermittelbescheid zu bekommen. Dann werden die Planungen vorangetrieben. Sollte das Straßenbauamt bei der Prüfung grünes Licht geben, könnten die Baumaßnahmen für den neuen öffentlichen Radweg im kommenden Frühjahr beginnen.

Radfahrer, die entlang der Steilküste unterwegs sind, werden künftig am Strandweg im Westen und am Uferweg im Osten abgeleitet. Die Umfahrung führt bis kurz vor Warnkenhagen. Etwa 200 Meter vor der Ortslage biegen die Radler auf eine parallel zur Dorfstraße verlaufende Asphaltstrecke ab, die Strand- und Uferweg miteinander verbindet. Für diesen etwa 500 Meter langen Lückenschluss musste sich die Gemeinde mit dem Grundstückseigentümer zusammensetzen, der den Weg für die Umsetzung freigemacht hat.

Hintergrund: Im Winter 2010/2011 war der erst im Jahr 2006 neu gebaute Radweg an der Steilküste bei Warnkenhagen abgesackt und weggebrochen. Tiefe Risse und bis zu 30 Zentimeter hohe Verschiebungen hatten sich durch den Asphalt gezogen – und das auf einer Länge von etwa 200 Metern. Ursache für die Bewegungen im Erdreich soll das Schichtenwasser von den angrenzenden Ackerflächen gewesen sein.

Direkt nach dem Vorfall hatte die Gemeinde Kalkhorst für die aufwendigen Reparaturen einen Antrag auf Förderung in Schwerin gestellt. Dieser wurde auch bewilligt. Doch naturschutzrechtliche Hürden brachten die Wiederherstellung des Weges zum Erliegen. Nun bleibt der abgesackte Streckenabschnitt vorerst unangetastet. Ein erstes Umfahrungskonzept blockte im Frühjahr dieses Jahres wiederum der Landkreis Nordwestmecklenburg. Grund: Die Verwaltung sah die Sicherheit der Radler auf der Umleitungsstrecke in Warnkenhagen nicht gegeben. Eine Verbreiterung des Gehweges lehnte der Kreis ebenso ab wie Straßenmarkierungen, die auf Radler hinweisen.

Daniel Heidmann

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