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Nordwestmecklenburg Unfälle auf der B 106: Jetzt werden Schutzplanken gesetzt
Lokales Nordwestmecklenburg Unfälle auf der B 106: Jetzt werden Schutzplanken gesetzt
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21:14 12.06.2017

Immer wieder verunglücken Autofahrer auf der B 106 zwischen Dorf Mecklenburg und Groß Stieten. Viel zu oft enden Fahrten an den Bäumen entlang der Straße. Die Strecke ist ein Unfallschwerpunkt. Deshalb sollen noch in diesem Jahr Schutzplanken gesetzt werden. Das hat die Unfallkommission des Landkreises jetzt festgelegt. Zweimal im Jahr analysiert sie auffällige Unfallstellen in Nordwestmecklenburg anhand der Unfallstatistik der Polizei.

Überhöhte Geschwindigkeit ist die Hauptunfallursache. Noch viel zu oft krachen Autos an die Straßenbäume. An der B 106 zwischen Dorf Mecklenburg und Groß Stieten sollen deshalb Schutzplanken montiert werden. Quelle: Foto: Ln

Verkehrstote

53 Verkehrstote gab

es im Jahr 1999 in

Nordwestmecklenburg. Im vergangenen Jahr starben sieben Menschen auf den Straßen des Landkreises. Auch die Zahl der schwer

verletzten Personen ging zurück.

Die Bundesstraße B 104 als Ortsumgehung von Gadebusch bleibt ebenfalls ein kritischer Bereich – trotz der erheblichen Geschwindigkeitsreduzierung, die die Kommission angeordnet hat, und der erneuerten Fahrbahnmarkierungen. Die Zahl der Verkehrsunfälle ging nicht wie angestrebt zurück. Deshalb wird laut Kommission die Straße in diesem Jahr umgebaut und es sollen Ampeln aufgestellt werden.

„Die Hauptunfallursache ist nach wie vor überhöhte Geschwindigkeit“, berichtet Margret Rudolph, Fachdienstleiterin für Ordnung, Sicherheit und Straßenverkehr in der Kreisverwaltung. Auch deshalb halte die Unfallkommission an regelmäßigen Geschwindigkeitskontrollen an den auffälligen Unfallschwerpunkten fest. Ihrer Ansicht nach sei nur durch eine hohe Überwachungsdichte zu erreichen, dass Autofahrer die Geschwindigkeiten auf das zulässige Tempo reduzieren. „Schon zu wissen, dass regelmäßig und konsequent kontrolliert wird, schreckt viele Autofahrer davon ab, zu schnell zu fahren“, sagt Margret Rudolph.

So hat die Unfallkommission für die Strecke zwischen Fährdorf und Niendorf auf der Insel Poel die zulässige Geschwindigkeit von 100 auf 80 km/h herabgesetzt. Aus den gemessenen Geschwindigkeiten und dem Unfallgeschehen musste die Kommission schließen, dass viele Autofahrer auf dieser schmalen Straße viel zu schnell unterwegs sind. Das Unfallrisiko steigt dadurch deutlich. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit an die neue Höchstgeschwindigkeit wird es hier auch Geschwindigkeitskontrollen geben, kündigt die Kommission an.

Ob ihre neu beschlossenen Maßnahmen Wirkung zeigen und sich der insgesamt positive Trend in der Verkehrsunfallstatistik fortsetzt, wird die Kommission in ihrer nächsten Sitzung im Spätherbst analysieren.

„Mit den beschlossenen Maßnahmen sollen Unfälle verhindert oder zumindest die Schwere der Unfälle verringert werden“, bekräftigt der stellvertretende Landrat Mathias Diederich (CDU). „Da sind wir schon sehr erfolgreich“, stellt er fest. Die Gesamtstatistik zeigt für 2016 eine positive Tendenz im Vergleich zum Jahr zuvor. Besonders die Zahl der schwerverletzten und getöteten Personen ging deutlich zurück. Wurden 2015 noch 126 Menschen bei Verkehrsunfällen schwer verletzt, waren es 2016 nur noch 88. 2015 starben zehn Menschen auf den Straßen, im Vorjahr gab es sieben Getötete.

Die langfristige Entwicklung verdeutliche diesen positiven Trend, erklärt Peter Barkowski, Sachgebietsleiter der Kreis-Straßenverkehrsbehörde und neuer Vorsitzender der Unfallkommission. 1999 verunglückten 53 Personen bei Verkehrsunfällen tödlich. In den 2000er-Jahren seien die Zahlen noch durchgehend zweistellig gewesen, seit 2011 einstellig. „Diese Tendenz ist auch das Ergebnis der Kommissionsarbeit und zeigt, wie wichtig es ist, sich regelmäßig die Ursachen der Unfälle genau anzuschauen und gegenzusteuern“, erklärt Margret Rudolph.

Der Erfolg der Arbeit der Kommission zeige sich auch an der Anzahl der Unfallhäufungsstellen. 2016 gab es 24, jetzt sind es nur noch 18. „An den meisten Stellen wirken die bereits umgesetzten Maßnahmen, sodass dort gar keine Verkehrsunfälle mehr passieren“, sagt Peter Barkowski. Dies gelte zum Beispiel für die Ampelkreuzung auf der B 106 nach Bad Kleinen und Bobitz. Sie sei durch technische Verbesserungen und Versetzung von Verkehrszeichen für den Autofahrer sichtbarer und überschaubarer gestaltet worden.

Haike Werfel

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