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Nordwestmecklenburg Unglücksfall vorgetäuscht: Urlauber droht Ärger Nachdem der 19-Jährige einen Großeinsatz an der Wohlenberger Wiek ausgelöst hat, prüft die Polizei rechtliche Schritte
Lokales Nordwestmecklenburg Unglücksfall vorgetäuscht: Urlauber droht Ärger Nachdem der 19-Jährige einen Großeinsatz an der Wohlenberger Wiek ausgelöst hat, prüft die Polizei rechtliche Schritte
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20:30 09.08.2017
Mit diesem Foto suchte die Polizei nach dem seit Samstag vermissten 19-Jährigen. Gestern entdeckten ihn Polizisten auf einem Parkplatz an der A 7 bei Schleswig.

Mathias Hacker kann nur den Kopf schütteln. Der Zugführer der Freiwilligen Feuerwehr Boltenhagen war am Sonnabend bei dem Großeinsatz an der Wohlenberger Wiek dabei. Nun stellt sich heraus: Der 19-Jährige, der bei der aufwendigen Aktion gesucht worden ist, hat die Gefahrenlage selbst inszeniert und ist nach Dänemark gefahren. „Das geht gar nicht“, sagt Hacker. „Es wurden Kräfte gebunden, die zu diesem Zeitpunkt an einem anderen Ort wirklich hätten gebraucht werden können.“ Nach knapp vier Stunden hatte die Polizei am Samstagmorgen die Suchaktion ergebnislos eingestellt. „Das war ein großer Aufwand. Den gesamten Einsatz sollte man dem Verursacher in Rechnung stellen. Schon allein, um Nachahmer abzuschrecken“, fordert Hacker.

Das könnte nun auch passieren. Die Polizei prüft rechtliche Möglichkeiten, den 19-Jährigen für den Großeinsatz haftbar zu machen. „Wir lassen prüfen, ob dem Mann die Einsatzkosten zur Last gelegt werden können“, bestätigt Polizeisprecherin Nancy Schönenberg. Laut eines Anwalts müsse für einen Schadenersatzanspruch nachgewiesen werden, dass der junge Mann fahrlässig gehandelt hat. Wie hoch die Kosten für die Suchaktion am Samstag sind, konnte die Polizei nicht beantworten. Zum Einsatz kamen neben den Feuerwehren aus Klütz und Boltenhagen die Wasserrettung der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft, ein Fährtenhund, die Wasserschutzpolizei und ein Polizeihubschrauber.

heid

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