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Nordwestmecklenburg Unternehmer informierten sich über Fördermöglichkeiten
Lokales Nordwestmecklenburg Unternehmer informierten sich über Fördermöglichkeiten
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00:00 27.10.2012
Nordwestmecklenburg

Grevesmühlen – Wollen Unternehmen investieren, um sich zum Beispiel zu vergrößern, gibt es die Möglichkeit, Fördermittel vom Land zu nutzen. Beim Unternehmerfrühstück gestern bei Happy Texx im Grünen Weg schilderte Katrin Kuchmetzki vom Landesförderinstitut (LFI-MV), unterschiedliche Arten der Förderung und wies auf bevorstehende Veränderungen hin. „Voraussichtlich zum Ende des nächsten Jahres wird es eine neue Richtlinie zur Förderung geben“, kündigte sie den Unternehmern aus der Region an. Unter anderem werde über das Mindestinvestitionsvolumen für eine Förderung diskutiert und überlegt, es von derzeit 10 000 Euro auf 50 000 Euro anzuheben. „Dadurch könnten viele Betriebe aus der Förderung herausfallen“, warnte Kuchmetzki. Wer gerade Investitionen plane, solle sich möglichst bald an das LFI-MV wenden. „Dann können wir sehen, ob der Förderantrag noch vor Änderung der Richtlinie gestellt werden kann. Denn was ab 2014 in diesem Bereich möglich ist, ist noch nicht abzusehen“, so die Fachfrau für Fördermittel.

Auch im Bezug auf Unternehmensnachfolgen wies sie auf verschiedene Darlehensformen hin. Fördermittel oder Zuschüsse könnte es dafür in den seltensten Fällen geben. „Was bereits subventioniert wurde, kann nicht noch einmal bezuschusst werden“, erklärte Katrin Kuchmetzki. Da es sich in der Regel nicht um neues sondern gebrauchtes Material handele, würden Förderkriterien nicht greifen. Also bleibt bei einer Unternehmensnachfolge nur ein Darlehen. In dem Zusammenhang bestätigte Dirk Dönges von der Awek Protech GmbH in Rehna, dass es gute Unterstützung über die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) gebe. Er habe die von der Fachfrau beschriebene Problematik selbst erlebt. „So eine Betriebsübernahme ist ein langer Weg. Es funktioniert aber mit einer guten Hausbank und Hilfe der KfW“, so Dönges.

Katrin Kuchmetzki erklärte den Unternehmern weiter, dass auch Beratungen zur Optimierung des Betriebes gefördert werden können. Gleiches gelte auch für die Weiterbildung der Mitarbeiter. „Dabei geht es um den Erwerb, den Erhalt und die Erweiterung von beruflichen Qualifikationen und Kompetenzen. Es ist klar, dass man das sogenannte Humankapital hegen und pflegen muss“, sagte Katrin Kuchmetzki. Bis zu 75 Prozent oder bis 500 Euro pro Person und Maßnahme können in der Weiterbildung gefördert werden. Zuständig dafür ist die Gesellschaft für Struktur- und Arbeitsmarktentwicklung (GSA).

Den ausführlichen Fachvortrag ergänzte Bürgermeister Jürgen Ditz noch um die Vorstellung der Wirtschaftsförderung in Grevesmühlen und Bauamtsleiter Lars Prahler um den Stand er Investitionen seit 2010, bevor die Unternehmer die Gastgeberfirma Happy Texx besichtigten.

Bildergalerie online:

www.ostsee-zeitung.de

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