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Nordwestmecklenburg Unternehmergeist macht Schule
Lokales Nordwestmecklenburg Unternehmergeist macht Schule
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20:56 28.06.2017
Schönberg

Zuerst spielt die Musiklehrerin Ulrike Gagzow auf dem Klavier „Freude, schöner Götterfunken“, dann singt ein Chor des Ernst-Barlach-Gymnasiums „Oh happy day.“ Etwas Besonderes gilt es in dieser Stunde in der Schule zu feiern. Die Teilnehmer einer Jungunternehmerschule, wie es sie sonst im Landkreis Nordwestmecklenburg nur noch in Wismar gibt, bekommen ihre Zertifikate. Die Mädchen und Jungen aus den neunten und zehnten Klassen könnten die Unternehmerinnen und Unternehmer von morgen sein.

Gymnasiasten in Schönberg lernen Betriebe in der Region kennen.

Schulleiter Frank Becker erläutert, dass die Jungunternehmerschule ein fester Bestandteil der Berufs- und Studienorientierung am Schönberger Ernst-Barlach-Gymnasium ist. 23 Jugendliche nutzten in diesem Schuljahr die Gelegenheit, nicht nur Grundlagen des Wirtschaftens zu erlernen, sondern auch Einblicke in Firmen in der Region zu bekommen und sich dort über Berufe und Möglichkeiten der Ausbildung zu informieren.

Mit dabei war der Jugendliche Christoph Störenberg. Was hat ihm am besten gefallen? „Dass man Einblicke in Unternehmen gewinnen konnte“, antwortet der 16-Jährige Schüler. Er weiß jetzt auch besser als vorher, was er vielleicht nach dem Abitur machen will – und was nicht.

Die Schüler hoben in der Feierstunde hervor, dass sie in den Unternehmen Palmberg, Euroimmun, Mebak und McDonald’s zahlreiche Berufe kennengelernt haben. Auch befassten sie sich praxisnah mit Geschäftsmodellen, Businessplänen, Standortanalysen, Marketing, Versicherungen und Bewerbungen.

Die Jugendliche bedankten sich am Dienstagnachmittag bei den Betrieben und beim Unternehmerverband Norddeutschland Mecklenburg-Schwerin, mit dem das Gymnasium in Schönberg erfolgreich zusammenarbeitet. Matthias Kunze vom Präsidium des Verbands sagte zu den Schülern und zur zuständigen Lehrerin Imke Feldhusen: „Wir haben sehr viel Spaß, mit Ihnen zusammenzuarbeiten.“ Er sei dankbar für das Engagement des Schönberger Gymnasiums und der Betriebe.

Der stellvertretende Landrat Mathias Diederich (CDU) hob in einer Rede die Standortvorteile vom Landkreis Nordwestmecklenburg und die Chancen für künftige Unternehmer in der Region hervor. Der Schönberger Bürgermeister Lutz Götze (SPD-Fraktion) betonte: „Man wird nicht als Unternehmer geboren, man muss es lernen.“ Wichtig sei auch, soziale Verantwortung zu übernehmen.

Interessenvertretung

Der Unternehmerverband Norddeutschland Mecklenburg-Schwerin hat sich von Anfang der 90er Jahre bis heute zum mitgliederstärksten Regionalverband in Mecklenburg-Vorpommern entwickelt. In der Interessenvertretung sind über 600 Betriebe organisiert. Ihr erklärtes Ziel ist, Mecklenburg zu einem investorenfreundlichen und innovativen Wirtschaftsstandort zu entwickeln, der dem Unternehmer die ihm gebührende gesellschaftliche Aufmerksamkeit schenkt. Der Verband setzt nach eigenem Bekunden auf Zusammenarbeit und Dialog.

Jürgen Lenz

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