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Nordwestmecklenburg Urlauber sorgen sich um Schwimmer
Lokales Nordwestmecklenburg Urlauber sorgen sich um Schwimmer
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12:15 13.06.2018
Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Elmenhorst, Kalkhorst und Klütz waren nach Groß Schwansee gerufen worden. Quelle: Foto: Karl-Heinz Walloch
Groß Schwansee

Der Mann hatte seinen Platz am Strand in der Nähe der beiden Frauen und war zum Schwimmen in die Ostsee gegangen. „Er war offenbar gerade auf die Ostsee hinausgeschwommen und als er nach einer Dreiviertelstunde nicht wiederkam, dachten die Frauen an einen Unfall“, sagt Rainer Oppor, Gemeindewehrführer in Kalkhorst.

„Er wurde dann von der Bootsbesatzung gefragt, wie lange er denn schon schwimmen würde“, berichtet Rainer Oppor. Der Mann habe auf seine wasserdichte Uhr geschaut und gesagt, dass er etwa eineinhalb Stunden im Wasser sei. „Er hat dann in Begleitung des Boots noch eine halbe Stunde bis zum Strand gebraucht“, so Oppor weiter. Am Strand wurde dann geklärt, dass es sich bei dem Schwimmer tatsächlich um den Mann handelte, den die beiden Frauen als vermisst gemeldet hatten.

„Sie haben völlig richtig gehandelt“, sagt Oppor, auch wenn sich gezeigt hatte, dass der Mann offenbar ein ausdauernder Schwimmer ist. Wäre es aber doch ein Badeunfall gewesen, sagt der Gemeindewehrführer, hätte es sehr lange gedauert, bis die Rettungskräfte am Strand waren.

Das liegt unter anderem an der geografischen Lage des Ostseeortes. Es ist ein Gebiet, das an einer Leitstellengrenze liegt. Dort kann es vorkommen, dass der Handyanruf in der benachbarten Leitstelle ankommt. „Das ist auch schon bei einem Unfall bei Groß Schwansee vorgekommen“, sagt Andreas Dubbe, Geschäftsführer des Kreisfeuerwehrverbands.

Badegäste rufen Feuerwehr in Groß Schwansee / Sportlicher Mann schwimmt fast zwei Stunden.

Die freiwilligen Feuerwehren aus Elmenhorst und Kalkhorst sowie das Boot der freiwilligen Feuerwehr aus Klütz und zwei weitere Boote aus Travemünde und Boltenhagen rückten zur Suche des Schwimmers in Groß Schwansee an. Allerdings dauerte das Ausrücken relativ lange, da der Notruf der Frauen zunächst in einer Rettungsleitstelle in Schleswig-Holstein ankam. „Die haben dann die Leitstelle in Schwerin informiert, die dann die Kräfte rausgeschickt hat“, sagt Oppor. Die Bootsbesatzungen und der Hubschrauber suchten nach dem Schwimmer und entdeckten ihn schließlich auch.

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Grundsätzlich ist der Handyempfang in groß Schwansee und der näheren Umgebung schlecht. Die Funkleistung reicht aber auch dort, um Notrufe abzusetzen, bestätigt Florian Haug, Leiter des Brand- und Katastrophenschutzes Nordwestmecklenburg. In Gebieten in der Nähe zu Grenzen von Bundesländern sollten Anrufer der Leitstelle ganz genau erklären, wo sie sich befinden. Sie sollten also auch sagen, dass sie in Mecklenburg-Vorpommern sind.

Schwimmern, die sich länger im Wasser aufhalten, empfiehlt die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), entweder andere Badegäste darauf hinzuweisen oder eine Begleitung mitzunehmen, die am Strand bleibt. So könne verhindert werden, dass sich andere Badegäste Sorgen machen.

Malte Behnk

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