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Nordwestmecklenburg Urlauberin findet menschliches Skelett
Lokales Nordwestmecklenburg Urlauberin findet menschliches Skelett
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20:24 12.01.2018

Schauriger Fund auf der Insel Poel: Eine Spaziergängerin hat an der Steilküste in Brandenhusen ein Skelett gefunden. Die erste Untersuchung der Polizei bestätigt: Die Knochen gehören zu einem Menschen. „Diese waren bereits stark verwittert, sodass von einer Liegezeit mehrerer Jahrzehnte ausgegangen wird“, sagt Nancy Schönenberg, Sprecherin der Polizeiinspektion Wismar. Unklar ist bislang, wie die Knochen an die Steilküste gekommen sind und ob es sich um ein Verbrechen handelt. Ausgeschlossen ist es bislang aber nicht.

Bereits am Mittwoch hatte die Spaziergängerin die Knochen gefunden. Für die Kriminaltechniker aus Wismar gestaltete sich die Spurensicherung am Donnerstag jedoch wegen des aufgeweichten Untergrundes und der Gefahr des Küstenabbruchs derart schwierig, dass erst gestern Spezialisten angefordert wurden. Mehr als drei Stunden haben die Polizeibeamten unter anderem mit einem Metalldetektor und anderem technischen Gerät die Fundstelle untersucht und die Knochen gesichert.

„Die Situation war für die Beamten durchaus schwierig. Der Einsatz an der Steilküste war sehr gefährlich“, betont Nancy Schönenberg. Poels Bürgermeisterin Gabriele Richter (parteilos) wurde von der Polizei über den Fund informiert. Nicht ein Poeler soll demnach die Knochen gefunden haben, sondern ein Tourist. Fakt ist: Der Steilküstenabschnitt in Brandenhusen ist eher unbekannt und so gut wie nicht frequentiert. Deutlich bekannter sind die Abschnitte zwischen Timmendorf und Hinterwangern und Am Schwarzen Busch und Gollwitz. Wie lange das Skelett dort schon gelegen hat – darüber soll eine rechtsmedizinische Untersuchung Aufschluss bringen. „Ob eine Straftat mit dem Fund im Zusammenhang steht, ist noch unklar ebenso wie die Identität“, betont Nancy Schönenberg.

hh/mk

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