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Nordwestmecklenburg Vegane Vielseitigkeit
Lokales Nordwestmecklenburg Vegane Vielseitigkeit
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20:10 30.07.2018
Der Klassiker neu interpretiert: die vegane Quiche Lorraine.
Rostock

Inmitten der Östlichen Altstadt in Rostock steht ein grünes Haus. Die Wände sind grün, die Polster, Kissen und auch der Name. Denn dies ist die Grüne Kombüse.

Die LN testen Restaurants / Teil 7: Die Grüne Kombüse.

Sie wurde 2015 in Rostock als erstes bio-veganes Restaurant des Landes eröffnet.

Das Lokal hat sich der Regionalität verschrieben, die Zutaten sind frisch von den Erzeugern aus der Umgebung. Doch auch Saisonalität wird hier großgeschrieben. Es gibt ein Tagesgericht, ein Smoothie des Tages oder eine Tagessuppe, mit Brot aus der benachbarten Mühlenbäckerei. Außerdem wird die Karte regelmäßig erneuert. Momentan gibt es die Sommerkarte. Sie ist überschaubar und abwechslungsreich. Passend zur Jahreszeit gibt es viele leichte Gerichte. Bei sommerlichen Temperaturen empfiehlt sich der erfrischende Eistee. Dieser wird hier selbst gemacht und variiert ebenfalls nach dem jeweiligen Tagesangebot. Tee gibt es hier unter anderem aus dem Kräutergarten Pommernland. Auch das Wasser ist hier nicht einfach nur Wasser. Es soll speziell gefiltert sein und gilt damit als „zellverfügbares und energetisiertes Qualitätswasser“.

Los geht es mit dem ausgefallenen veganen Essen. Die Wahl fällt auf die gratinierten Tomaten. Diese sind mit geräuchertem Tofu gefüllt und mit cremigen Cashew-Schmelz überbacken. Diese Alternativen lassen die Vorspeise nach Schinken und Käse schmecken. Das macht Appetit auf mehr. Dazu gibt es gleich vier Sorten Salat: einen Karotten-, lila Kraut-, Zucchini-Gurken- und einen Blattsalat mit leichtem Senf-Dressing. Die Beilagen schmecken frisch, haben eine angenehme Säure und bekommen durch Kürbis- und Sonnenblumenkerne eine leckere nussige Note. Zum Hauptgang geht es damit gleich weiter, denn auch zur sommerlichen Quiche werden die Salate serviert. Dieser eigentlich französische Klassiker wird hier als vegane Alternative neu interpretiert. Obwohl klar ist, dass das Gericht hier nicht mit einer klassischen Eiermilch gemacht sein kann, ist die Illusion perfekt. Die Quiche schmeckt saftig, gut abgeschmeckt und sättigt stark. Schinken-Würfel werden in der Quiche erneut durch Räucher-Tofu ersetzt. Frühlingszwiebeln und Kirschtomaten-Scheiben geben dem Essen eine fruchtige Note.

Lecker, locker und cremig ist auch die vegane Zitronen-Joghurtmousse. Sie wird als Trifle serviert. Für einen schönen Crunch sorgt hier der Boden, der aus zerkleinerten Keksen besteht. Getoppt wird das Dessert durch reife Blaubeeren, die mit Streuseln gefriergetrockneter Beeren und rotem Pfeffer bestreut wurden.

Wer etwas ungewöhnliches Probieren möchte, sollte sich auch an den Rohkost-Bällchen oder Rohkost-Chips versuchen. Überhaupt ist der Besuch in der Grünen Kombüse ein etwas anderes Erlebnis. Das Konzept geht jedenfalls auf: Denn hier fehlen kein Fleisch, kein Fisch und kein Ei. Es ist einfach ein leckeres Essen.

jh

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