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Nordwestmecklenburg Verein „Aufbau Alte Schule“ löst sich auf
Lokales Nordwestmecklenburg Verein „Aufbau Alte Schule“ löst sich auf
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20:12 30.12.2017
Blick auf die Alte Schule in Wismar. ARCHIV DER HANSESTADT Quelle: FOTO:

Aus und vorbei: Der Förderverein „Aufbau Alte Schule“ wirft das Handtuch. Auf ihrer letzten Sitzung beschlossen die Mitglieder mehrheitlich, den in Wismar am 30. August 2011 gegründeten und zum 1. August 2012 als gemeinnützig eingestuften Verein zum Jahresende aufzulösen. „Das Ziel, warum wir uns damals zusammengeschlossen haben, ist aktuell und auch in naher Zukunft nicht zu erreichen“, begründet die Vereinsvorsitzende und diplomierte Bauingenieurin Heidemarie Schult den Entschluss.

Das Foto von 2009 zeigt rechts die freigelegten Grundmauern der Alten Schule. Sie sind seit Jahren abgedeckt. Quelle: Fotos: Hans-Joachim Zeigert, Haike Werfel
Es gibt keinen Grund mehr, dass der Verein „Aufbau Alte Schule“ noch länger besteht.Heidemarie Schult, Vereinsvorsitzende

Das einzige Anliegen zur Vereinsgründung war, dem Wiederaufbau der Alten Schule nach historischem Vorbild größeren Nachdruck zu verleihen. Dadurch sollte ein Stück des Gotischen Viertels um die Kirchen St. Georgen und St. Marien auferstehen. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das Viertel durch Luftminen in der Nacht des 14. April 1945 schwer beschädigt, einige Gebäude wurden komplett zerstört. „Durch den Beschluss der Bürgerschaft vom 31. März 2016 ist unser Ziel nicht mehr umzusetzen“, erklärt Heidemarie Schult. Dass es dennoch mehr als ein Jahr dauerte, bis der Verein sein Aus beschloss, habe daran gelegen, „dass Vereinsauflösungen einige Hürden zu überwinden haben“. Außerdem hätten die Mitglieder noch nach anderen Lösungen gesucht. Doch der Bürgerschaftsbeschluss stand. In seiner Vorlage heißt es zur Fördermaßnahme für das St.-Marien-Forum in einem Punkt: „Revitalisierung der Alten Schule durch den Ersatz der derzeit vorhandenen Kastenabdeckung.“ Stattdessen solle dort eine „moderne, filigrane Konstruktion“ entstehen, in der Funktionen der derzeitigen provisorischen Bauten – zum Beispiel Kasse und Besuchertoilette – integriert würden. Zudem sollten die Fundamente der Alten Schule als archäologisches Ausstellungsprojekt gezeigt werden.

„Als ich die Entwürfe für die Gestaltung gesehen habe, war ich entsetzt“, sagt Heidemarie Schult. Was die Stadt umsetzen wolle, habe „so gar nichts mehr mit unserem Plan zu tun, die Schule nach möglichst historischem Vorbild wieder aufzubauen“.

Das sei jedoch von der Stadt erst einmal als zu teuer abgelehnt worden. „Sollte sich die Situation ändern und das Thema Aufbau Alte Schule doch noch aktuell werden, kann unser Ziel inhaltlich ebenso gut vom Altstadtverein Wismar weiter verfolgt werden“, erklärt die Bauingenieurin. Dessen Vereinssatzung beinhalte schließlich ebenfalls die Förderung und Pflege der Denkmalschutzziele.

Das Vermögen des Fördervereins Aufbau Alte Schule bekommt nach dem Beschluss der Mitglieder der Verein Europäisches Zentrum der Backsteinbaukunst. „Viel wird das nicht sein. Wir waren ein kleiner Verein und eine Auflösung kostet auch Geld“, sagt die Noch-Vorsitzende. Trotz Ende des Vereins: Als Mitglied im Altstadtverein wird Heidemarie Schult das Schicksal der Alten Schule weiter verfolgen.

Sylvia Kartheuser

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