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Nordwestmecklenburg Verein will Flüchtlingen helfen
Lokales Nordwestmecklenburg Verein will Flüchtlingen helfen
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18:33 21.01.2017
Vereinsgründer Koussai Alhallak, Michael E. Deppe (Dot.Kom), Maysaa Rahban, Ramez Haj Khamis und Mohammad Kabalan (v. l.). Quelle: Foto: Nicole Hollatz
Wismar

Ehrenamtliche, die sich in Wismar für Geflüchtete und hilfsbedürftige Menschen engagieren, gibt es einige. Nun haben (ehemalige) Flüchtlinge zusammen mit ihren deutschen Helfern einen Verein gegründet. Ein Verein, der sich für ein friedliches Miteinander, für Veranstaltungen und ganz praktische Hilfe zur Selbsthilfe engagiert und der bereits 21

Mitglieder hat.

„Ziel sind Unterstützungsangebote für Flüchtlinge, beispielsweise Sprachmittler und Begleitung zu Ämtern oder Ärzten, Unterstützung bei der Wohnungssuche und Hilfe bei Anträgen“, erklärt Mohammad Kabalan. Der 24-Jährige aus Syrien hilft als Übersetzer bei der Wismarer Wobau und engagiert sich ganz konkret für die Verständigung zwischen den Menschen, den verschiedenen Sprachen und Kulturen.

„Wir wollen den Menschen helfen, die Hilfe brauchen“, erzählt Maysaa Rahban. Sie ist stellvertretende Vorsitzende des Vereins, spricht nach einem Studium der englischen Literatur perfekt Englisch, war als Stewardess und Ausbilderin in der ganzen Welt unterwegs, hat als Veranstaltungsmanagerin und im Bereich Finanzen gearbeitet. Dann kam ihr Sohn mit der Diagnose Autismus zur Welt, sie hat sich für ihn in der Montessori-Pädagogik weiterbilden lassen. „Dann begann in Syrien der Krieg“, berichtet sie. „Nun bin ich in Deutschland und lerne Deutsch“, erzählt sie und dankt den Menschen, die ihr hier helfen. „Wir sind gute Menschen, wir haben unsere Heimat und unsere Familien verlassen. Nun sind wir hier und haben nur unsere Hoffnung und Frieden in den Händen“, betont sie. So wie ihr beim Neustart des Lebens in Deutschland geholfen wurde, möchte sie nun helfen. Schulungen und Kurse beispielsweise zum Recht in Deutschland oder dazu, worauf Flüchtlinge besonders achten und aufpassen sollen. Aber auch dazu, dass man den Islam nicht mit dem Terror gleichsetzen darf. „Was ist der normale Islam und wo kommt der Terror her? Wer begründet und vermischt den Islam mit dem Terror?“, beschreibt Mohammad Kabalan den Hintergrund zum ersten Vortragsabend, der im Februar stattfinden soll. Ideen haben die Aktiven einige. Beispielsweise zum kulturellen Austausch – was gehört zur deutschen, was zur arabischen Kultur. „Wir helfen unabhängig von der Herkunft, der Nationalität oder der Religion der Menschen“, so Mohammad Kabalan.

Bei der Vereinsgründung und der Satzung stand der Wismarer Verein „Dot.Kom“ Pate – ein Verein rund um Jugendhilfe, Sozialkompetenz und demokratische Teilhabe.

Kontakt: Neue Mitglieder und Helfer können über wiw-wismar@web.com Kontakt aufnehmen.

LN

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