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Nordwestmecklenburg Vereinigte Stiftungen feiern 20-Jähriges
Lokales Nordwestmecklenburg Vereinigte Stiftungen feiern 20-Jähriges
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19:13 05.04.2016
Frauenpower an der Stiftungsspitze (v. l.): die stellvertretende Vorsitzende Doris Wahrmann, Stiftungsratsvorsitzende Renate Lüders und Vorstandsvorsitzende Dr. Rosemarie Wilcken. Quelle: Vanessa Kopp

68 Einzelstiftungen verbergen sich hinter den Vereinigten Stiftungen der Hansestadt Wismar. Diese feierten gestern in ihrem Stiftungssitz in der Baustraße ihr 20-jähriges Bestehen. Unter den Gästen waren Bürgermeister Thomas Beyer, Bürgerschaftspräsident Tilo Gundlack (beide SPD) sowie weitere Mitglieder des Stadtparlaments und Geschäftspartner.

„Seit 1996 arbeiten wir unabhängig und selbstständig“, erzählte Stiftungsratsvorsitzende Renate Lüders. Zu DDR-Zeiten mussten die Vereinigten Stiftungen einen Bedeutungs- und Vermögensverlust hinnehmen, denn der Stadtrat hatte damals die Handhabe über die Stiftungsgelder. „Erst nach der Wende war es möglich, alles Vorhandene zu sichten und zu verwalten“, erklärt die Rechtsanwältin, die für die Linke im Kreistag sitzt. „Im Jahr 1996 konnten wir dann wieder neu starten.“

Ihren Ursprung hat die Vereinigung im Jahr 1951: Damals wurden die mildtätigen Stiftungen in der Stadt bei einem feierlichen Akt durch den Ministerpräsidenten zusammengeführt. Zweck der Sammelstiftung ist es, die Erträge des Vermögens zur Unterstützung bedürftiger Personen, die ihren Wohnsitz in der Hansestadt Wismar haben, zu verwenden. Zum Eigentum gehören mehr als 50 Hektar unbebaute Grundstücke mit landwirtschaftlicher oder gewerblicher Nutzung, eine Kindertagesstätte und acht vermietete Wohnhäuser.

Der Stiftungsrat setzt sich aus fünf Mitgliedern zusammen, hinzu kommen zwei Vorstände. „Ich bin stolz, dass unsere kleine Stiftung so einen tollen Rat vorweisen kann“, sagt Dr. Rosemarie Wilcken, Vorstandsvorsitzende. Die einstige Bürgermeisterin der Hansestadt hat erheblich zur Wiederbelebung der Stiftung beigetragen. „Als ich 1990 mein Amt begonnen hatte, wusste ich von der Stiftung.“ Sechs Jahre hat es dennoch gedauert, bis sie wieder zum Leben erweckt wurde. Rosemarie Wilcken hat noch viel vor: „Wir wollen in den kommenden Jahren weiterwachsen.“ Denn die finanzielle Situation ist gut.

„Wir haben liquide Mittel und Rücklagen“, so die Vorstandsvorsitzende. Wie hoch das Stiftungsvermögen ist, wird jedoch nicht verraten. „Stiftungen haben in Hansestädten eine lange Tradition und sind für die Ewigkeit gedacht“, erzählte Wilcken. „Wir wollen unsere Arbeit dafür noch ausbauen und zukunftsfähiger machen.“

Von Vanessa Kopp

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