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Nordwestmecklenburg Vertrag wird nicht verlängert
Lokales Nordwestmecklenburg Vertrag wird nicht verlängert
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22:14 29.12.2017
Ein sauberes und ordentliches Dorf wünschen sich die Damshagener – nicht nur für sich selbst, auch zum Gefallen der Touristen. Quelle: Foto: Malte Behnk
Damshagen

Die Gemeinde hatte große Hoffnungen in die Schweriner Garten- und Landschaftsbaufirma gesetzt, die seit April dieses Jahres in Damshagen für ein ordentliches und sauberes Dorferscheinungsbild sorgen sollte. Nicht nur zum Wohlgefallen seiner Einwohner, sondern auch wegen der im Klützer Winkel reichlich vorbeischauenden Touristen.

Zur Erinnerung – bis zum März waren die kommunalen Arbeiten in Damshagen vom Bauhof des Amtes Klützer Winkel durchgeführt worden. Es hatte bereits dort seit 2015 massive Beschwerden von Einwohnern gegeben. Daraufhin hatte sich Damshagen – nach Auflösung des Amts-Bauhofes – für die Ausschreibung der Leistungen und die Beauftragung einer Fremdfirma entschieden.

Bereits im Juli, also drei Monate nach dem Wechsel der Zuständigkeiten, häuften sich erneut die Beschwerden von Einwohnern. Zunächst hatte Bürgermeisterin Mandy Krüger (parteilos) noch versucht, die Wogen ein wenig zu glätten und dafür plädiert, der Firma doch eine Chance zu geben, erst einmal das aufzuarbeiten, was in den Amtsbauhof-Jahren bereits liegengeblieben war. Doch das Vertrauen der Gemeindevertretung in die beauftragte Firma ist nun, zum Ende des Jahres, offensichtlich komplett verschwunden.

Auf ihrer letzten Sitzung im Jahr 2017 beschlossen die Gemeindevertreter nicht nur, dass der Vertrag mit der noch bis zum 31. Mai 2018 beauftragten Firma nicht verlängert wird – sondern auch, dass die in der Gemeinde anfallenden Arbeiten aufgeteilt und getrennt ausgeschrieben werden sollen.

„Die kommunalen Dienstleistungen teilen sich in sogenannte Lose auf“, erklärt Bürgermeisterin Mandy Krüger dazu. Insgesamt gibt es sechs verschiedene Leistungsbündelungen (Lose). Los I (Allgemeine Hilfeleistungen), Los II (Grünanlagen), Los III (Baumschnitt), Los V (Winterdienst) und Los VI (Bankette, Hecken an Landwegen und Knicken) sollen ausgeschrieben und extra vergeben werden. Bei günstigen Angeboten kann eine Firma allerdings wieder auch mehrere Lose übernehmen.

Zudem soll zum 1. Juni ein Gemeindearbeiter, auf der Basis von 26 Wochenstunden, eingestellt werden, der sich um Aufgaben kümmern soll, die dem Los IV (Papierkörbe, Reinigung der Straßenläufe, Containerstellplätze, Bushaltestellen, Spielplätze, Kleinstreparaturen) zugehören. „Wir erhoffen uns von dieser Splittung der Aufgabenbereiche“, so Bürgermeisterin Mandy Krüger (parteilos), „eine bessere Übersicht über das, was tatsächlich von Firmen geleistet wird. Zudem haben andere Gemeinden im Klützer Winkel mit dem Einsatz von Gemeindearbeitern, die direkt angeleitet werden können, gute Erfahrungen gemacht.“ Schwierig, hieß es in der Gemeindevertretersitzung, sei in der Zusammenarbeit mit der Schweriner Firma bisher gewesen, dass die Gemeinde nicht genügend Einfluss auf die Qualität der Arbeiten hätte nehmen können. Zudem habe die Firma unflexibel auf Spontanereignisse reagiert, und es sei zu Problemen mit den Stundenlohnabrechnungen gekommen. Zum Teil seien so hohe Rechnungen gestellt worden, dass bestimmte Leistungen gar nicht mehr in Auftrag gegeben hätten werden können, so Krüger weiter.

„Die Verbesserung des Dorfbildes, wie wir sie erwartet haben, ist nicht eingetreten“, sagte die Bürgermeisterin. Nun bleibt abzuwarten, ob sich das mit den Neuausschreibungen kommunalen Dienstleistungen im Frühjahr und dem Einsatz anderer Firmen verändern wird.

Viel zu tun: Zwölf Ortsteile hat die Gemeinde Damshagen

Zur Gemeinde gehören neben Damshagen die Ortsteile Dorf Gutow, Dorf Reppenhagen, Hof Gutow, Hof Reppenhaten, Kussow, Moor, Parin, Pohnsdorf, Rolofshagen, Stellshagen und Welzin. Also – eine Menge zu tun – für die neu zu beauftragenden Firmen und den neuen Gemeindearbeiter.

Ein Ausschnitt aus dem Leistungsbereich Los I – Allgemeine Hilfeleistungen: Dazu gehören zum Beispiel Havarieeinsätze, Transportleistungen, Veranstaltungen, das Beseitigen von Schäden nach Sturm oder durch Vandalismus an öffentlichen Einrichtungen (Bushaltestellen, Verkehrschildern und ähnlichem), die Entfernung und Entsorgung von Tierkadavern, Verkehrssicherung nach Unfällen (Absperrung, Beseitigung von akuten Gefahrenquellen), Aufwendungen bei Gefahr im Verzug, Transport von Materialien, Möbeln,

Geräten, die Pflege

von Gehölzen, Leistungen im Zusammenhang mit kulturellen Veranstaltungen wie Maibaum, Sport,- Dorf-

feste, Beseitigung von Graffiti an öffentlichen Einrichtungen, Gehölze, Hecken, Knicke bei Windbruch, Totholz, Freihalten von Verkehrsschildern: Reinigen,

Freischneiden, Richten.

Annett Meinke

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