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Nordwestmecklenburg Von Einzelkämpfern zu Teamplayern
Lokales Nordwestmecklenburg Von Einzelkämpfern zu Teamplayern
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20:40 08.11.2017
Die Stadt Klütz mit ihrem weit sichtbaren Kirchturm bildet das Zentrum des „Klützer Winkels“, der zur Marke werden soll. Quelle: Fotos: Malte Behnk, Dirk Hoffmann

Der Klützer Winkel soll eine eigene Marke bekommen. Die beliebte Urlaubsregion erstreckt sich überall dort, wo man den Klützer Kirchturm sehen kann, so die landläufige Definition. Politisch gesehen zählen die Gemeinden Kalkhorst, Damshagen, Boltenhagen, Zierow, Hohenkirchen und die Stadt Klütz zu dem Amtsbereich zwischen Grevesmühlen und der Ostsee.

Erstes Treffen für die Marke „Klützer Winkel“ / Workshop soll Chancen der Zusammenarbeit zeigen.

Seit dem 1. August ist Jennifer Hurth in der Amtsverwaltung in Klütz angestellt, um diese Marke mit den touristischen Akteuren der Region zu entwickeln.

Drei Monate hat sie die Region kennengelernt, mit Bürgermeistern und Kulturschaffenden sowie Unternehmern aus Tourismus und Gastronomie gesprochen. Für heute Abend hat sie eine Informationsveranstaltung im Literaturhaus „Uwe Johnson“ organisiert. Dort wird grundsätzlich vorgestellt, was mit einer Marke „Klützer Winkel“ bezweckt wird. Außerdem zeigen Henning Bombeck, Professor für Architektur an der Uni Rostock, und Johanna Menzel von der Schule für Landentwicklung am Beispiel des „Mecklenburger Parklands“, wie Kooperationen mit einer Regionalmarke funktionieren können.

Bei den Tourismus-Akteuren in der Region kommt die Initiative rund um die Marke „Klützer Winkel“ gut an. „Ich begrüße das sehr“, sagt Nadine Schmidt, Leiterin des Museums in Schloss Bothmer in Klütz.

„Wir sind hier vor Ort alle Partner, die die Ostsee verbindet“, sagt sie. Das Ostseebad Boltenhagen, aber auch Ortsteile von Kalkhorst und Klütz sowie Hohenkirchen hätten ihre Strände, die im Sommer die Menschen anlocken. „Genauso ist aber auch die Kultur ein wichtiger Faktor für die Besucher. Österreich zeigt ganz gut, wie Regionen vermarktet werden.“ Und wie wichtig den Gästen Beschäftigungen abseits des Strandes sind, habe dieses Jahr mit seinem unbeständigen Wetter gezeigt. Zwischen den Hansestädten Wismar und Lübeck gebe es viele Attraktionen, die noch mehr miteinander vernetzt werden sollten.

Die werben bislang aber einzeln für sich, beziehungsweise hat sich eine Kultur des „Sich gegenseitig Empfehlens“ entwickelt. „Ich schicke Fahrgäste zum Schloss Bothmer oder empfehle ihnen den Steinbecker Hofladen“, sagt darüber Eva Eckert vom „Lütt Kaffeebrenner“ in Klütz. Sie berichtet ebenso wie Nadine Schmidt, dass immer mehr Busreise-Unternehmen den Klützer Winkel ansteuern. Sie könnte man mit einem gebündelten Marketing erreichen.

Unter dem Titel „Regionale Kooperation auf dem Weg zur Marke Klützer Winkel“ sind heute Abend ab 18 Uhr viele unterschiedliche Aktive aus Gastronomie, Hotelerie, Kultur und aus den Gemeinden eingeladen, um über die Marke zu diskutieren und sich auf einen Workshop vorzubereiten, der am Sonnabend, 18. November, im Festsaal in Boltenhagen stattfinden wird.

In diesem Workshop geht es unter dem Titel „Schritte zur Marke Klützer Winkel“ um Herausforderungen im Zusammenhang mit der Bildung einer gemeinsamen Marke, um bereits bestehende Kooperationsfelder und wichtige neue Partnerschaften. Den Beschluss des Amtsausschusses Klützer Winkel, eine Marke für die Region zu entwickeln, gibt es schon seit 2011. Sowohl in Ausschüssen der Stadt Klütz als auch unter Gewerbetreibenden in Boltenhagen wurde das Thema besprochen. In ehrenamtlichen Gremien konnte die Idee bislang aber nicht umgesetzt werden. Immer wieder hatte es Versuche gegeben, Fördermittel für die Entwicklung der Marke zu bekommen.

Wer sich näher mit der Marke „Klützer Winkel“ befassen möchte, erreicht Jennifer Hurth per Mail an j.hurth@kluetzer-winkel.de oder unter ☎ 038825/ 393700.

Malte Behnk

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