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Nordwestmecklenburg Von Hochzeiten und Ziegen
Lokales Nordwestmecklenburg Von Hochzeiten und Ziegen
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21:20 06.11.2017
1927 führten die Robertsdorfer beim „Mecklenburger Dorftag“ das Volksstück „Buernhochtiet“ von Richard Wossidlo auf.
Robertsdorf

Etwas verstehen die Menschen in Robertsdorf besonders gut: Sie verstehen zu feiern. Bestes Beispiel ist ein Foto von 1927. Drei Tage wurde in der Kirchgemeinde Dreveskirchen, wozu Robertsdorf gehört, der „Mecklenburger Dorftag“ begangen. Dabei führten die Einwohner das Volksstück „Buernhochtiet“ – Bauernhochzeit – von Richard Wossidlo auf.

Ein ganzes Dorf feiert alle zwei Jahre ein großes Fest.

80 Jahre später erwecken die Dorfbewohner die „Buernhochtiet“ erneut zum Leben. Beim Robertsdorfer Ziegenfest, 2007 war es das zehnte, schlüpften die Bewohner für das Volksstück erneut in historische Kostüme. Als Vorlage diente die Originalfotografie von 1927. Unter den Darstellern waren viele, deren Verwandte bereits 1927 mitgemacht hatten.

Am Stammtisch in der Gaststätte wurde 1997 die Idee für das „Ziegenfest“ entwickelt. „Der Schuster hatte einen Zuchtbock, und einige Dorfbewohner hatten Ziegen, die im Herdbuch standen. Und wie das so ist, das Bier floss. Irgendwann schlug der Schuster vor, ein Ziegenfest mit Umzug und allem Drum und Dran zu machen“, erzählt Landwirt Günter Rohde. Und da die Robertsdorfer Menschen der Tat sind, wurde die Idee umgesetzt. Bis 2005 wurde jährlich gefeiert, seitdem alle zwei Jahre, weil die Organisation aufwändig und das Dorf klein ist. „Es ist immer ein großer Erfolg“, sagt Günter Rohde.

sk

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