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Von Los Angeles nach Mecklenburg

Piraten im Interview / Heute: Laura Koppka Von Los Angeles nach Mecklenburg

Die 25-Jährige ist in Rostock geboren, in Hamburg aufgewachsen und schon viel herumgekommen.

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Strahlendes Lächeln nicht nur auf der Bühne: Laura Koppka.

Grevesmühlen. Angelina de Loreal, das ist der Name von Laura Koppka im aktuellen Stück des Piraten Open Air in Grevesmühlen. Die 25-Jährige ist in Rostock geboren, hat in Hamburg die Schauspielsschule absolviert, danach in Los Angeles auf der Bühne gestanden und im vergangenen Jahr bei der Müritz-Saga die böse Gräfin gespielt. Jetzt spielt sie an der Seite von Benjamin Kernen die engagierte Wirtin, die für Capt’n Flint und seine Crew kämpft.

LN-Bild

Die 25-Jährige ist in Rostock geboren, in Hamburg aufgewachsen und schon viel herumgekommen.

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Hamburg, LA, Müritz-Saga, jetzt Grevesmühlen. Das klingt nach einer halben Weltreise.

Ich bin ganz gut rumgekommen. Das war für mich der richtige Weg, ich habe auf jeder Station viel gelernt und bin froh, in so jungen Jahren diese Erfahrungen zu machen.

Woher kommen Sie ursprünglich?

Ich bin Rostock geboren. Irgendwann sind meine Eltern nach Hamburg gezogen, aber die Beziehungen in die alte Heimat sind schon sehr stark.

Sie sind 25 Jahre alt, haben einen Lebenslauf, den manche Schauspieler mit Mitte 30 noch nicht vorweisen können. Sie sind schon ziemlich zielstrebig?

Ja, das ist alles gut getaktet. Ich war gerade 18, als ich mein Abi geschrieben habe, dann war ein halbes Jahr Pause, aber dann habe ich alles recht zügig durchgezogen. Das stimmt.

Um an der Schauspielschule aufgenommen zu werden mit 18 Jahren, muss man schon einiges vorweisen. Wie lief es bei Ihnen?

Natürlich gibt es dort eine Aufnahmeprüfung, das ist schon alles neu. Aber dann kommt es darauf an, man bekommt ein „Go“ oder man muss sich etwas anderes suchen.

Das mussten Sie nicht.

Nein, ich habe die Schule erfolgreich absolviert. Das war nicht gerade leicht, das reicht, wenn man das einmal mitmacht.

Haben Sie sich auf der Schauspielschule bereits in eine Richtung orientiert?

Man kann sich dort schon spezialisieren. Ich zum Beispiel habe eine reine Schauspielausbildung gemacht. Singen und Tanzen gehört natürlich auch mit dazu.

In Ihrer Vita steht, dass Sie Fechten, Kickboxen, Reiten und Yoga beherrschen. Das klingt gefährlich.

Je mehr man kann, umso besser ist es. Und die vielseitige Ausbildung ist hilfreich, weil man einfach Reserven hat. Die habe ich zum Beispiel gebraucht, als wir die Vorstellung während dieses Sturzregens hatten.

Da haben trotz des wirklich miesen Wetters 300 Zuschauer mit Ihnen durchgehalten.

Ja, ich habe zu unserem Intendanten gesagt, eigentlich bräuchten die Zuschauer die Gage, so tapfer haben sie bis zum Ende ausgehalten.

Was ist die Schwierigkeit bei solch einem extremen Wetter?

Es ist eine Stimmungssache, das betrifft alle. Wir sind für solche Witterungen nicht angezogen. Der Boden ist nass und schwer. Es ist kalt, die Verletzungsgefahr für uns Schauspieler steigt. Es ist eine andere Anstrengung. Es passieren dann auch mal dumme Sachen. Man muss sich schon mehr konzentrieren.

Neopren-Anzug unter dem Kostüm?

Nein, die Leute haben ihr Ticket bezahlt und wollen eine tolle Show sehen. Ich hatte bei dem extremen Regen eine Jacke drüber, die ich sonst nicht trage. Aber ansonsten heißt es für uns Zähne zusammenbeißen, da müssen wir eben durch.

In der Müritz-Saga die böse Gräfin, jetzt als Helferin von Capt’n Flint auf der Seite der Guten. Was macht mehr Spaß?

Beides sind spannende Rollen, das durchtriebene Biest in der Müritz- Saga hat sehr viel Spaß gemacht. Jetzt spiele ich eine toughe Frau, die sich mit großem Herz durchboxen muss.

Kann man die Müritz-Saga mit dem Piraten Open Air vergleichen?

Eher nicht, bei der Müritz-Saga ist es eine sehr intime Bühne, zwar passen auch dort eine Menge Zuschauer hinein, aber es ist schon kleiner. Eine ganz andere Aufmachung.

Wie sind Sie nach Grevesmühlen gekommen?

Wenn man in diesem Beruf arbeitet, dann sind die Piraten in Grevesmühlen schon ein Name unter den Open-Air-Bühnen. Sie gehören zu den Großen im Geschäft. Außerdem komme ich aus der Gegend, es war für ein großer Reiz, hier zu spielen.

Sie wohnen in Hamburg, auch während der Saison?

Nein, während der Spielzeit wohne ich in Boltenhagen.

Das kann man schlechter treffen.

Ja, das stimmt. Ich wohne am Strand in Boltenhagen, mehr geht nicht.

Und mit dem Fahrrad zur Vorstellung nach Grevesmühlen?

Nein, dann wäre ich wohl die sportlichste aller Darstellerinnen. Wir fahren mit dem Auto. Hin würde es mit dem Fahrrad noch gehen, aber nach der Vorstellung wäre das eine Nummer zu hart.

Wie halten Sie sich fit für die 62 Vorstellungen?

Yoga, sehr viel Yoga. Das erdet mich unglaublich. Ein guter Sport für Schauspieler.

Ein Vorurteil über Yoga lautet, dass die Leute dort nur stundenlang regungslos verharren.

Das stimmt natürlich nicht. Ich habe früher auch über Yoga gelacht, aber inzwischen mache ich das seit sieben Jahren, und es hat mein Leben total verändert. Ich nehme alles zurück, was ich früher über Yoga gesagt habe.

62 Vorstellungen in drei Monaten – wie unterschiedlich sind die einzelnen Aufführungen? Verändern sich Dinge auf der Bühne?

Wir haben natürlich alles einstudiert. An den Plan muss man sich halten, aber es gibt schon ab und zu Veränderungen. Doch die Qualität nimmt zu mit der Zeit, das ist einfach so.

Schon mal den Text vergessen auf der Bühne?

Gott sei Dank nicht, ich glaube nicht an Text vergessen. Wenn der Text einmal da war, dann ist er auch da. Na klar gibt es auch mal den Moment, wo man sich fragt, ob der Satz kommt. Aber schließlich habe ich ihn oft genug geprobt und dann kommt er auch. Ruhig bleiben und vertrauen, dass er kommt. Dann geht es.

Wie lernt man eigentlich so lange Texte auswendig?

Ich lese ihn immer erst einmal laut durch. Aber so hat jeder Kollege einen anderen Weg, einer geht lange spazieren, der andere brütet darauf herum oder spricht es auf Band und hört es im Auto.

Wann haben Sie sich für die Piraten entschieden?

Ich habe im vergangenen Jahr das Stück gesehen. Dann haben wir uns zusammengesetzt und alles eingetütet.

Sind Sie vorher schon einmal in Grevesmühlen gewesen?

Nein, ich kannte die Stadt nicht.

Tickets, Handlung, Historie

Exekution in Cartagena“ lautet der Titel der

13. Episode der Abenteuer des Capt’n Flint. Die

Handlung: Der Anführer der Freibeuter ist mit

seinem Mitglied seiner Mannschaft gefangen

genommen worden. Nun versuchen die Spanier

herauszubekommen,

wo Flint seine Beute

versteckt hat. Doch

der Cap’n schweigt.

Derweil gibt es mehrere Versuche, den Piratenkapitän zu befreien und

etliche faszinierende, spannende und unterhaltsame Charaktere auf der Bühne, die für ein äußerst kurzweiliges Stück sorgen.

Bemerkenswert in dieser Saison ist auch der Umstand, dass die Qualität der Schauspieler, über das gesamte Ensemble gesehen, deutlich zugenommen hat. Tipp für das

aktuelle Stück: Auf jeden Fall sehenswert! Für Kleinkinder ist es eher nicht

geeignet, aber Schulkinder verfolgen mit Spannung die Abenteuer der Piraten in Nordwestmecklenburg.

2005 haben sich die

Piraten in Grevesmühlen angesiedelt. Damals allerdings noch am Ploggensee. Weil es dort jedoch Probleme in Sachen Lautstärke gab, zog das Theater an den südlichen Stadtrand um. Intendant, Herz und Kopf des Theaters ist Peter Venzmer, Geschäftsführer der adventure

production Grevesmühlen GmbH, die für das Theater verantwortlich zeichnet,

ist Matthias Sievert.

Karten für das Piraten Open Air in Grevesmühlen gibt es ab 13 Euro im

Pressehaus in Grevesmühlen (August-Bebel-

Straße 11, Telefon

03881 / 787870) und

bei den Piraten direkt

im Theater an der

Schweriner Landstraße

(☎ 03881 / 756600)

sowie im Internet

unter www.reservix.de.

Interview von Michael Prochnow

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