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Nordwestmecklenburg Wärter kassierten Wegegeld
Lokales Nordwestmecklenburg Wärter kassierten Wegegeld
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20:10 14.03.2018
Selmsdorf/Klein Siemz

Was heute die Lkw-Maut ist, dass war in früherer Zeit das Chausseegeld, mit dem der Staat und Privatbetriebe versuchten, ihre Investionen in den Bau und die Unterhaltung von Chausseen zu refinanzieren. Damit schufen sie einen Beruf, der im 19. Jahrhundert verbreitet war, mittlerweile aber ausgestorben ist: den des Chausseegeldeinnehmers. Sichtbare Zeichen dafür gibt es noch heute. An einigen Bundes- und Landesstraßen stehen Chausseewärterhäuser. Viele sind an ihrem erkerartigen Vorbau zu erkennen.

Durch dessen Fenster konnte der Geldeinnehmer die Chaussee in beide Richtungen einsehen. Er kontrollierte seinen Straßenabschnitt, erledigte kleine Ausbesserungen und sperrte die Straße mit Hilfe eines „Chausseebaums“, vor dem die Lenker von Fuhrwerken anhalten mussten. Ein Chausseewärterhaus steht in Klein Siemz an der Landesstraße. „Dort wurde bis 1918 Chausseegeld von den Fuhrwerken erhoben“, informiert der Heimatbund für das Fürstentum Ratzeburg in der am vergangenen Sonnabend erschienenen Neuausgabe des Familiengeschichtsbuches „Dreißig Dörfer“. Andere Chausseewärterhäuser sind in Mallentin, Waldeck und – dort mittlerweile ohne erkerartigen Vorbau – unweit von Zarnewenz erhalten.

jl

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