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Nordwestmecklenburg Was macht eigentlich ein Bürgermeister?
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20:22 14.09.2013
Leah-Laetitia Kuprat (7) nahm im Sessel von Bürgermeister Jürgen Ditz Platz. Stadtsprecherin Regina Hacker (M.) führte sie und ihre Mutter Nicole durchs Grevesmühlener Rathaus. Fotos(7): Robert Niemeyer

Sich einmal wie der Bürgermeister fühlen, diese Möglichkeit hatten gestern die Grevesmühlener. Zum ersten Mal hatte die Verwaltung zum Tag des offenen Rathauses eingeladen. Die Mitarbeiter des Amtes führten die Besucher durch die Räume, bei einem Quiz gab es kleine Preise zu gewinnen und wer wollte, durfte auch mal auf im Sessel von Grevesmühlens Bürgermeister Jürgen Ditz Platz nehmen.

„Hier kann ich mal Chef sein“, freute sich die kleine Leah-Laetitia Kuprat, die diese Gelegenheit nutzte und sich in den Bürostuhl setzte. Mama Nicole war schon ein bisschen stolz auf ihre siebenjährige Tochter. „Das ist ein tolles Beispiel für eine offene Verwaltung. So einen Tag veranstaltet nicht jeder“, sagte die 30-Jährige Strohkirchenerin. So wie sie sahen es viele der Besucher. „Eine gute Idee“, sagte David Preußner aus Grevesmühlen. „Es ist sehr interessant. Besonders das Quiz macht den Kindern Spaß“, sagte Yvonne Schmidt. „Ich bin ja sonst beruflich immer mal wieder hier. Es ist schön, an so einem Tag mal ohne Druck mit den Verwaltungsmitarbeitern zu plaudern“, sagte Ingenieur Gerrit Uhle.

„Wir versuchen mit diesem Tag, die Hemmschwelle abzubauen“, sagte Stadtsprecherin Regina Hacker. Für die Premiere sei der Besucherandrang gut gewesen. Sogar bei einer Hochzeit konnten die Gäste dabei sein. Kevin Körner und Jana Sjögreen (jetzt Körner) aus Welzin gaben sich das Ja-Wort.

„Die Bürger bezahlen uns. Deshalb haben sie auch ein Recht darauf, mal zu schauen, was wir machen“, sagte Stadtarchivar Alexander Rehwaldt, der die Veranstaltung federführend organisiert hatte und sich gestern Nachmittag zum ersten Mal als Auktionator betätigte. Zur Versteigerung der Fundsachen aus dem Fundbüro kamen gut 60 Menschen. Neben Uhren, Handys und Schlüsselanhängern wurde vor allem Fahrräder aller Größen an den Mann oder die Frau gebracht.

Etwas getrübt wurde das Bild beim Blick in den Rathaussaal. Dort stellten sich die gewählten Stadtvertreter den Fragen der Bürger. Doch nur wenige fanden den Weg dorthin. „Die, die da waren, hatten aber auch ganz klare Fragen. Ein Thema, das die Menschen bewegt, ist zum Beispiel das Straßenbeleuchtungskonzept in der Stadt“, sagte Stadtvertreter Stefan Baetke (SPD), der es „traurig“ fand, dass die Freien Wähler gar nicht vertreten waren.

70 Mitarbeiter hat die Kernverwaltung in Grevesmühlen. Fast alle waren gestern da, jedes Büro war besetzt. „Eine gute Sache“, freute sich auch Bürgermeister Ditz, wenngleich er eingestand, dass es „schon etwas ungewöhnlich“ für ihn gewesen sei, dass jemand anderes als er selbst an seinem Schreibtisch saß.

Ein dreiviertel Jahr benötigte die Organisation des Tages des offenen Rathauses. Die Veranstaltung soll künftig alle zwei Jahre stattfinden.

Robert Niemeyer

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