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Nordwestmecklenburg Wassermühle an der Stepenitz „klappert“ bald wieder
Lokales Nordwestmecklenburg Wassermühle an der Stepenitz „klappert“ bald wieder
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20:10 26.09.2014
Dieser alte Turbinenschacht wurde bereits im Jahr 1863 gebaut und kam 1946 von Kuchelmiß zur Mühle nach Rüting. Fotos (3): Karl-Ernst Schmidt
Rüting

Manch ein „gut Ding braucht gut Weile“— und Bismarck soll ja auch einmal behauptet haben, in Mecklenburg passiere alles 50 oder 100 Jahre später. Im Fall der Ende August begonnenen Bauarbeiten an der denkmalgeschützten Wassermühle in Rüting, wo derzeit die Mahlarche erneuert wird, um zukünftig wieder ein Wasserrad zur Energiegewinnung zu betreiben, hat es immerhin nicht so lange gedauert. Bei der Mahlarche handelt es sich um den Zulauf des Wassers aus dem Mühlteich hin zum Wasserrad am Mühlengebäude. „Ungefähr fünfzehn Jahre“, berichtet Diplomingenieur und Eigentümer der Mühle, Jan-L. Bauditz, „haben wir gebraucht, von der Planung dieses Vorhabens bis hin zu seiner Umsetzung.“

Bauditz stammt aus der Altmark und hat die denkmalgeschützte Mühle im Jahr 1990 erworben. Er betreibt ein Planungsbüro in Berlin, spezialisiert auf Denkmalpflege, Energiesparendes Bauen und Energieberatung. Während die Sanierung des Mühlengebäudes, in dem sich jetzt Wohnungen befinden, voranschritt, stellte sich die Wiederinbetriebnahme des Wasserrades als nicht unproblematisch heraus.

Es ging unter anderem um Wasserrechte, die man zur Wassernutzung braucht, wenn man ein Wasserrad betreiben will, um die Erneuerung der Wehranlage zum Aufstauen des Mühlteiches, um Diskussionen zur Errichtung einer Fischtreppe, die das Land bauen wird. Es ging aber auch um die Frage, ob sich die Gemeinde an den Baukosten zur Erneuerung der Mahlarche beteiligen muss oder nicht. Die Mahlarche in Rüting quert einen Gemeindeweg. Da es Jan-L. Bauditz schließlich gelang, EU- und Landesfördergelder im Rahmen der „Dorfentwicklung“ zu erhalten, wird die Gemeinde mit dem Bauvorhaben nun doch nicht finanziell belastet.

„Wir werden hier bis Ende Oktober, bis zum Abschluss der Bauarbeiten, auch einen Lehrpfad für Wasserkraft und Naturschutz einrichten“, sagt Bauditz. „Mit Tafeln, die die Historie der Mühle und ihrer Technik, ihre damalige und heutige Funktion erklären“, sagt Bauditz. „Damit leisten wir einen Beitrag zur touristischen Entwicklung des Dorfes und sind gleichermaßen auch ein Anlaufpunkt für den Wissenserwerb an Kindereinrichtungen und Schulen.“

Wassermühle Rüting
Die Wassermühle liegt an der Stepenitz, die hier zu einem Mühlenteich angestaut wurde. Der Standort läßt sich seit der Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg nachweisen.Nach mehrfachen Reparaturen und Erneuerungen arbeitete die Mühle bis 1963. Der zweigeschossige Fachwerkbau des 19. Jahrhunderts mit Teilen der Mühlentechnik und einer inzwischen eingebauten einzigartigen Turbine blieben auch danach erhalten. Heute befinden sich in dem Gebäude Wohnungen.
Ende Oktober wird auch der Lehrpfad fertig.“
Jan-L. Bauditz

Annett Meinke

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