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Nordwestmecklenburg Wasserschutzpolizei sucht 19-Jährigen
Lokales Nordwestmecklenburg Wasserschutzpolizei sucht 19-Jährigen
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20:13 08.08.2017
Das Boot „Hoben“ der Wasserschutzpolizei Wismar ist an der Suche nach dem Vermissten an der Wohlenberger Wiek beteiligt. Quelle: Foto: Bernd Wüstneck

Wo steckt der 19-jährige Urlauber, der seit Sonnabendmorgen an der Wohlenberger Wiek vermisst wird? Ist er am Leben? Oder ist er in der Ostsee ertrunken?

Vom Urlauber, der an der Wohlenberger Wiek vermisst wird, fehlt noch immer jede Spur.

Dieser Frage geht die Polizei mit Hochdruck nach. Die Ermittlungen der Behörden laufen. Doch auch vier Tage nach der Vermisstenmeldung fehlt von dem Mann aus Niedersachsen weiterhin jede Spur. „Es gibt nichts Neues“, teilte Polizeisprecherin Nancy Schönenberg gestern auf Nachfrage mit.

Der Fall ist mysteriös: Ein Spaziergänger hatte am frühen Samstagmorgen gegen 4.40 Uhr Kleidung und Ausweisdokumente der gesuchten Person in einem Strandkorb an der Wohlenberger Wiek gefunden.

Aktuell ist die Polizei dabei, die Hintergründe des Vorfalls zu klären. Doch es müsse aufgrund der Gesamtumstände von einem „Unglücksfall“ ausgegangen werden, teilte die Polizei schon am Sonntag mit.

Wo der Vermisste in der Region seinen Urlaub verbrachte, können die Beamten nicht mitteilen.

Nachdem die großangelegte Fahndung mit Unterstützung der Feuerwehren Klütz und Boltenhagen, der Wasserrettung der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft, einem Fährtenhund, der Wasserschutzpolizei sowie einem Polizeihubschrauber am Samstag ergebnislos abgebrochen wurde, ist derzeit nur noch die Wasserschutzpolizei aktiv auf der Suche nach dem Urlauber. Im Rahmen der obligatorischen Streifenfahrt halten die Beamten aus Wismar die Augen offen. Auch gestern waren sie wieder auf der Ostsee unterwegs. „Wir sind täglich mit zwei Schiffen draußen und etwa fünf bis sechs Stunden im Einsatz“, erklärt Streifendienstleiter Manfred Reggentin auf Nachfrage. Mit einem Schlauchboot und einem 13 Meter langen Kontrollschiff fahren sie die Wismarbucht und die Wohlenberger Wiek ab. Dabei haben sie einen genauen Blick auf die Wasseroberfläche. Denn sollte der Vermisste aus Niedersachsen ertrunken sein, müsste seine Leiche nach einiger Zeit „aufgasen“, also nach oben treiben.

„Der könnte jetzt überall sein“, betont der Boltenhagener Fischer Uwe Dunkelmann. Die Windrichtungen hätten sich in den zurückliegenden Tagen mehrfach verändert. Sie drehten von Südwest auf Ost, wie Dunkelmann erklärt. Laut Wasserschutzpolizei habe es zuletzt vor allem ablandigen Wind gegeben. Der würde einen leblosen Körper aus der flachen Wohlenberger Wiek in die tieferen Gewässer der Ostsee hinausdrücken. Wie von der Fischereiaufsicht Wismar zu hören ist, könnte der Mann im Todesfall bei aktuellen Windbedingungen möglicherweise in Beckerwitz oder auf der Insel Poel angeschwemmt werden.

Eine Vorhersage sei schwierig.

An den Stränden entlang der Wohlenberger Wiek geht der Badebetrieb derweil ganz normal weiter. Auch am Kartoffelanleger in Wohlenberg lassen die Angler ihre Haken ins Wasser. Einige haben von dem Vorfall noch gar nichts mitbekommen. „Hier wird jemand vermisst?“, entgegnet ein Angler verwundert. Auch die Besitzer der Strandimbisse und Strandkorbvermietungen haben bis auf einen kreisenden Hubschrauber am Samstagmorgen nicht viel vom Großeinsatz der Polizei miterlebt. Mathias Fiedler vom Campingplatz „Liebeslaube“ berichtet, dass die Polizei seiner Rezeption einen kurzen Besuch abstattete. „Sie wollten wissen, ob wir einen Gast vermissen“, so Fiedler. Doch auf seinem Platz sind alle vollzählig.

Daniel Heidmann

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