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Nordwestmecklenburg Wehren vor großen Herausforderungen
Lokales Nordwestmecklenburg Wehren vor großen Herausforderungen
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22:16 12.03.2018
Auf der Suche nach versteckten Brandnestern entfernt ein Feuerwehrmann Reet von einem Wohnhaus in Duvennest. Quelle: Fotos: Jürgen Lenz

Die Herausforderungen für Feuerwehrleute in der Gemeinde Lüdersdorf wachsen stetig: körperlich, psychisch und organisatorisch. Zwar fuhren die ehrenamtlichen Retter 2017 drei Einsätze weniger als im Jahr zuvor, aber nach Auskunft der Gemeindewehrführung „war die Intensität umso höher“. Die Sicherheitsbeauftragte Angelique Piehl teilt die Einschätzung von Michael Schinke und seines Stellvertreters Florian Mekelburg. Nach Angelique Piehls Einschätzung wird die psychische Belastung der ehrenamtlichen Helfer größer. Hinzu kommen zahlreiche organisatorische Aufgaben in einer Zeit, in der die Gemeinde Lüdersdorf ihre Feuerwehren durch den Kauf neuer Einsatzfahrzeuge und den Bau von Gerätehäusern auf einen modernen Stand bringen will.

Bilanz in der Gemeinde Lüdersdorf: Intensität der Einsätze ist gestiegen.

Fünf Ortswehren

116aktive Brandschützer gehören den fünf Ortswehren der Gemeindewehr Lüdersdorf an. Die Ehrenabteilung zählt 22 Mitglieder.

51 Mädchen und Jungen lernen in den Jugendwehren in der Gemeinde Lüdersdorf das Abc des Brandschutzes und der technischen Hilfeleistungen. In den Kinderfeuerwehren sind 13 Jungen und Mädchen.

Zu 28 Brandeinsätzen und 36 Hilfeleistungen rückten die Feuerwehren in der Gemeinde Lüdersdorf im vorigen Jahr aus. Am 19. Januar bekämpften sie gleich zwei Wohnungsbrände: einen in Herrnburg, einen anderen in Schattin, wo drei Erwachsene und ein Kind aus einer Wohnung gerettet und mit leichten Verletzungen an den Rettungsdienst übergeben wurden. Einen weiteren Großbrand bekämpften die Feuerwehrleute aus der Gemeinde Lüdersdorf am 28. September, nachdem ein Blitz in ein reetgedecktes Wohnhaus in Duvennest eingeschlagen war und einen Brand entfachte. Durch einen raschen, gemeinsamen Einsatz konnten die Wehren das Feuer löschen und das Haus vor der völligen Zerstörung bewahren. Die beiden Bewohnerinnen blieben unverletzt. Im Mai eilten die freiwilligen Retter nach zwei Verkehrsunfällen zur Hilfe, bei denen insgesamt fünf Menschen schwer verletzt wurden. Zwei Insassen mussten mit technischem Gerät aus den Fahrzeugen befreit werden. „All diese Einsätze waren nur erfolgreich, weil die Feuerwehren der Gemeindewehr so gut und eng zusammenarbeiten“, berichtet die Gemeindewehrführung. Sie erläutert: „Das Aufgabenspektrum und die Einsätze können nur erfolgreich abgearbeitet werden, wenn die Kameraden eine ordentliche Ausbildung erhalten.“ Die Feuerwehrleute in der Gemeinde Lüdersdorf schlossen insgesamt 101 Lehrgänge ab – meist auf Kreis- oder Amtsebene. An der Landesfeuerwehrschule in Malchow herrscht dagegen nach Einschätzung der Gemeindewehrführung „ein enormer Ausbildungsstau.“ Die Gemeindewehr Lüdersdorf fragte deshalb auch in anderen Bundesländern an.

Michael Schinke und Florian Mekelburg weisen in ihrem Bericht auch auf eine Schwierigkeit in der Kommune hin: „Am Tage halten sich nicht genügend Einsatzkräfte in der Gemeinde auf, sodass sich die Abarbeitung von Einsätzen oftmals schwierig gestaltet.“ Firmen sollten die Feuerwehr dabei unterstützen, öffentlichkeitswirksam um neue Mitglieder zu werben.

Bereits seit 40 Jahren ist der Herrnburger Bernhard Engel dabei. Er erhielt in der Jahreshauptversammlung am Freitagabend das Brandschutzehrenzeichen des Landesfeuerwehrverbands in Gold. Für 25

Jahre treue Pflichterfüllung bekamen Renate Boest, Oliver Boest und Christian Döring das Ehrenzeichen in Silber. Für 20 Jahre wurden Angret Siegler, Andreas Cordts und Sven Steinberg geehrt.

Jürgen Lenz

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