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Nordwestmecklenburg Weiblich, ländlich, traditionsbewusst
Lokales Nordwestmecklenburg Weiblich, ländlich, traditionsbewusst
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18:21 18.06.2016
Die Vorsitzende Gudrun Helmig hielt gestern Nachmittag die Rede zum Jubiläum des Landfrauenvereins Nordwestmecklenburg. Quelle: Jürgen Lenz

Seit 25 Jahren fördert er in den Dörfern die sozialen Kontakte, das hilfsbereite Miteinander und die guten nachbarschaftlichen Beziehungen: der Landfrauenverein in Nordwestmecklenburg. Gestern feierte er in der Malzfabrik in Grevesmühlen sein 25-jähriges Bestehen.

Landrätin Kerstin Weiss (SPD) betonte vor 50 Landfrauen und Gästen, der Verein trage dazu bei, dass das gesellschaftliche Leben auf dem Land weiterentwickelt werde und liebenswert bleibe. Immer mehr Menschen würden erkennen, „wie gut es sich bei uns in den Dörfern leben lässt.“ Gut sei auch, dass Landfrauen in der Politik mitmischen.

Der Landfrauenverein Nordwestmecklenburg gehört zu den größten Gemeinschaften im Kreis. „Wir sind rund 300 Mitglieder“, sagt Gudrun Helmig. Die 68-Jährige aus Großenhof führt als Vorsitzende den Vorstand, in dem sich auch Silke Iken, Lore Grund, Christa Voss und Karin Malaschewski engagieren. Organisiert ist der Landfrauenverein in zehn Ortsgruppen, die mit teils unterschiedlichen Angeboten auf Wünsche und Bedürfnisse in den Dörfern eingehen. Dort verfolgt der Landfrauenverein seine erklärten Ziele: das dörfliche Leben gestalten, regionale Traditionen pflegen, Erfahrungen austauschen, Weiterbildungen zu zahlreichen Themen organisieren, sich für eine gute Lebensqualität auf dem Land einsetzen, für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eintreten. Die Vorsitzende erklärte gestern:

„Wenn ich heute Danke sage, so gilt der größte Dank den Landfrauen in den Ortsgruppen.“

Landfrauen in Nordwestmecklenburg veranstalten auch Feste in den Gemeinden, Kegelabende und Ausflüge. „Es ist eine bunte Palette an Angeboten“, sagt Gudrun Helmig. Sie hat die Entwicklung der Gemeinschaft der Landfrauen über die ganzen 25 Jahre begleitet. Zeitweise war der Verein ein Arbeitgeber, betrieb Jugendeinrichtungen im ganzen Kreis und bot eine Kinderbetreuung außerhalb der Kita-Öffnungszeiten an.

Einen Baum zum 25-jährigen Bestehen hat der Landfrauenverein Nordwestmecklenburg bereits im Mai gepflanzt. „Er wächst und gedeiht“, berichtet Gudrun Helmig. Die Vorsitzende bedankte sich während der gestrigen Jubiläumsversammlung bei allen, die den Landfrauenverein in den vergangenen 25 Jahren hilfreich begleitet haben. Als besonders wichtigen Partner nannte sie den Kreisbauernverband. Gudrun Helmig lobt: „Von Anfang an haben wir ein sehr gutes Miteinander.“ Dankbar ist der Verein auch den Gemeinden und dem Kreis, die für Veranstaltungen Räume zur Verfügung stellen. Bürgermeister und Landrätin wüssten die Bedeutung des Landfrauenvereins Nordwestmecklenburg zu schätzen. Die Vorsitzende erläuterte gestern auch: „Das Büro der Gleichstellungsbeauftragten war und ist für uns eine regelmäßige Anlaufselle, um Rat zu holen.“

Immer wieder von sich reden macht der Verein durch die prächtigen Erntekronen, die Mitglieder für Kreiserntedankfeste gestalten. Diesmal machen sie das auch fürs Landeserntedankfest in Brüsewitz. In ein paar Tagen geht’s los mit dem Getreideschneiden. So halten die Landfrauen auch diese Tradition am Leben.

Jürgen Lenz

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