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Nordwestmecklenburg Weihnachtsgeschenke für Feuerwehren
Lokales Nordwestmecklenburg Weihnachtsgeschenke für Feuerwehren
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20:22 04.01.2016
Noch vor dem Weihnachtsfest wurde der Klützer Feuerwehr eine Drehleiter DL(A)K 23/12 geliefert. Die alte Drehleiter im Hintergrund in der Garage wurde bei einem Unfall schwer beschädigt. Quelle: Feuerwehr Klütz

Zwei Feuerwehren im Klützer Winkel sind zu Weihnachten beschenkt worden. Die ehrenamtlichen Helfer in Boltenhagen erhielten wichtige Ausrüstungsgegenstände wie eine Atemschutz-Check-Box und ein Mehrgasmessgerät. In Klütz kamen sogar zwei neue Fahrzeuge an der Feuerwache an.

Ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 20/16 für etwa 300000 Euro war für die Brandschützer der Schloss-Stadt schon vor einiger Zeit bestellt worden. Es wird zu zwei Dritteln gefördert. Kurzfristig musste nach einem Unfall bei einer Ausbildungsfahrt aber auch die Drehleiter der Klützer Feuerwehr ersetzt werden. Dieses neue Fahrzeug, für das die Stadt Klütz sehr kurzfristig Zusagen für Fördermittel erhalten hatte, kam einen Tag vor Weihnachten mit dem Löschgruppenfahrzeug an. Es hat 650000 Euro gekostet, wovon die Stadt selber 200000 Euro aufbringen muss. Damit ist der Fuhrpark aber wieder komplett und bei Einsätzen muss nicht mehr die Drehleiter aus Grevesmühlen angefordert werden. Am 29. Dezember kam es auch schon zum ersten Einsatz der neuen Drehleiter. In Niendorf war der Brand einer Heizungsanlage gemeldet worden, zu dem die Klützer Feuerwehr gemeinsam mit Kameraden aus Hohenkirchen und Proseken ausrückte.

Von der neuen Drehleiter in Klütz profitiert auch die Feuerwehr in Boltenhagen. „Wir freuen uns über diese Anschaffung in Klütz“, sagt Zugführer Mathias Hacker. „Zu 90 Prozent dient das Fahrzeug ja auch zum Grundschutz für die Bebauung in Boltenhagen, sodass es für den Brandschutz hier einen sehr hohen Stellenwert hat. Wir werden uns im Januar mit den Kameraden zusammensetzen und gemeinsame Ausbildung mit dem neuen Fahrzeug planen.“

Die Weihnachtsgeschenke für die Feuerwehr in Boltenhagen verbessern die Sicherheit der Retter im Einsatz. Die Atemschutz- Check-Box dient zur Überwachung bei Atemschutzeinsätzen in Gebäuden. Mit der Box ist es möglich, sechs Atemschutztrupps gleichzeitig zu überwachen. „Jeder meldet sich mit seinem persönlichen Chip vor dem Einsatz an und die Box macht alles von allein. Sie warnt akustisch, bevor die Atemluft knapp wird. So wird immer gewährleistet, dass die Kameraden ausreichend Atemluft für ihren Rückzugsweg haben“, erklärt Zugführer Mathias Hacker. Im Stress des Einsatzes sei es in Deutschland immer wieder zu schweren Unfällen gekommen. „Uns steht jetzt eines der modernsten Systeme zur Atemschutzüberwachung zur Verfügung“, so Hacker. Die Feuerwehr in Boltenhagen hat sich im Vorfeld mit anderen Wehren wie Klütz, Grevesmühlen, Dassow und Rehna abgesprochen. Diese Feuerwehren schaffen die gleichen Geräte an, so dass bei überörtlichen Einsätzen — wie dem Brand beim Recyclinghof GER in Neu Degtow im Sommer — alle Helfer ein einheitliches System zur Überwachung der Atemschutztrupps haben.

Mithilfe einiger Sponsoren hat die Feuerwehr im Ostseebad zudem ein modernes Mehrgasmessgerät angeschafft. Es dient unter anderem dazu, geruchloses, tödliches Kohlenstoffmonoxid zu messen. „Wir können den Sauerstoffanteil in der Luft, sowie die Konzentration von Schwefelwasserstoff messen. Letzteres ist zum Beispiel wichtig bei Unfällen in einer Biogasanlage“, erklärt Mathias Hacker. „Wir haben jetzt die Möglichkeit, eine Menschenrettung durchzuführen bis die Spezialkräfte vom Löschzug Gefahrgut des Landkreises vor Ort sind.“ Die nächste Biogasanlage befindet sich im Amt Klützer Winkel in Kalkhorst.

Malte Behnk

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