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Nordwestmecklenburg Weltumseglung: Wismarer sticht mit norwegischer Freundin in See
Lokales Nordwestmecklenburg Weltumseglung: Wismarer sticht mit norwegischer Freundin in See
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20:20 06.07.2013
Kleines Boot auf großer Weltreise: Die Zehn-Meter-Yacht „Amanda-Trabanthea“ startet mit dem deutsch-norwegischen Duo im September von Wismar aus. Skipper Paul Lübbe steuerte das Schiff in dieser Woche durch die Wismarbucht. Fotos (5): Hans-Joachim Zeigert

Ein Kindheitstraum geht in Erfüllung: Paul Lübbe (27) aus Wismar will mit seiner norwegischen Freundin Linn Charlotte Klund (26) einmal um die Welt segeln. Am 23. September soll es in Wismar losgehen. Bis dahin haben beide aber noch voll zu tun. Alle behördlichen Formalitäten müssen noch erledigt und die Segelyacht „Amanda-Trabantthea“ so auf Vordermann gebracht werden, dass sie pünktlich den Alten Hafen verlassen kann.

Nicht nur Sympathie, auch Optimismus und Zuversicht strahlt der junge Mann mit dem Wuschelkopf an Bord des Seglers aus. Paul Lübbe, ein echter Wismarer, der inzwischen in Norwegen lebt, bestätigt:

„Ja, meine norwegische Freundin und ich wollen gemeinsam von Wismar aus die Welt umsegeln.“

In dieser Woche war Paul Lübbe in der Hansestadt, um das Schiff technisch zu überprüfen. Deshalb hatte er das Boot an Land gesetzt. „Alles in Ordnung“, so der Skipper. Der ist schon wieder dorthin unterwegs, wo er am Freitag vor einer Woche auf eigenem Kiel mit seiner Freundin herkam, nach Südnorwegen, einem Ort zwischen Halden und Frederikstad und nur fünf Kilometer von der schwedischen Grenze entfernt. Beide sind gerade mit dem Studium fertig geworden, sie als ausgebildete Homöopathin und er als Musik- und Sozialkundelehrer.

Kennengelernt hatten sie sich bereits vor zwei Jahren. „Bei einem Spaziergang im Osloer Hafen stellten wir fest, das jeder von uns diesen Traum hegt — segeln in ferne Welten“, begründet Lübbe, warum sie diese Strapazen auf sich nehmen wollen. „Auf Wismar als Abfahrtshafen fiel unsere Wahl, da ich selbst aus der Hansestadt stamme und mich auch nach meinem Musikstudium in Halle und meinem Umzug nach Norwegen meiner Geburtsstadt sehr verbunden fühle“, so der 27-Jährige.

Die bisherige Zeit hatten beide sehr intensiv für ihr Vorhaben genutzt, Wissenswertes über alle Seegebiete studiert, Informationen eingeholt über Wind und Wettersituationen, über einzelne Häfen sowie über Land und Leute. Selbst den bekannten und viermaligen Weltumsegler Wilfried Erdmann hatten sie persönlich besucht. „Der hat uns viel Mut gemacht“, meint Paul Lübbe. Ein Arztbesuch steht noch an, nicht nur wegen notwendiger Impfungen, sondern um Empfehlungen für die Ausrüstung der Bordapotheke einzuholen.

Letztendlich muss ein ganz wichtiger Punkt Beachtung finden: die Finanzierung dieses Mammuttörns. Deshalb jobben beide seit geraumer Zeit gemeinsam in einem Unternehmen, um ordentlich etwas anzusparen.

Geplant sind für zwei Drittel der gesamten Reisezeit Landaufenthalte. „Wir stellen uns auf viel Bordbesuch unterwegs ein, insbesondere Verwandtschaft und Freunde meiner norwegischen Partnerin werden erwartet“, so Paul Lübbe abschließend.

Die geplante Route

23. September soll es von Wismar durch den Nord-Ostsee-Kanal in die Nordsee und durch den Englischen Kanal gehen.
Erster größerer Zwischenstopp ist auf den Kanaren vorgesehen, bevor es auf der sogenannten Schönwetterroute Richtung Kapverden und in die Karibik weitergeht.

Weiter soll der Kurs durch den Panama-Kanal in den Pazifik verlaufen. Die Galapagosinseln sollen ein weiteres Hauptziel sein, bevor sich ein längerer Seetörn in Richtung Polynesien/Südsee erstreckt. Von dort heißt der neue Kurs Neuseeland und Australien. Danach geht es wieder zurück in Richtung Karibik. Via Azoren soll der Wind die beiden Weltenbummler in Richtung England und die Heimat tragen.

Hans-Joachim Zeigert

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