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Nordwestmecklenburg Wendezeit fürs Grenzhus Schlagsdorf
Lokales Nordwestmecklenburg Wendezeit fürs Grenzhus Schlagsdorf
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20:44 28.12.2017
Ein Bauzaun steht am Grenzhus in Schlagsdorf. Bauarbeiter gestalten es teilweise um. Quelle: Foto: Jürgen Lenz
Schlagsdorf

Ein Jahr der Herausforderungen wird 2018 für das Grenzhus in Schlagsdorf. Das Informationszentrum zur innerdeutschen Grenze bekommt eine neue Dauerausstellung und wird teilweise umgebaut. „Es wird eine Menge anders und wird dieses Haus ein ganzes Stück nach vorne bringen“, sagt der Architekt Werner Grage. Bis zum Beginn der Arbeiten sei es ein langer Weg gewesen, aber: „Mit Mecklenburger Sturheit und Holsteiner Durchhaltevermögen hat es geklappt.“ Rund eine Million Euro werden in diesen Monaten ins Grenzhus und seine neue Dauerausstellung investiert.

Zwei provisorische Ausstellungsräume und das Außengelände mit Rekonstruktionen von DDR-Sperranlagen bleiben zugänglich. Dafür nennt Grenzhusleiter Andreas Wagner neben dem Interesse von Besuchern einen zweiten Grund: „Wir müssen durch Besucherzahlen einen Teil unserer Einnahmen erwirtschaften.“ Andreas Wagners Bilanz für 2017: „Wir sind auf etwa 9500 zahlende Besucher gekommen.“ Hinzu kamen 580 Besucher von Veranstaltungen, die das Informationszentrum organisierte. Es waren mehr als 20 Veranstaltungen, darunter Sonderausstellungen, Filmvorführungen, Seminare, Diskussionen.

Klar wurde für den Leiter des Grenzhus: „Die Resonanz auf unsere Angebote zeigt, dass das Thema innerdeutsche Grenze weiter nachgefragt ist.“

Seit 2013 betreibt der Verein „Politische Memoriale“ das Informationszentrum. Der Vorsitzende Erik Gurgsdies erinnert sich: „Eine unserer ersten Aufgaben war, Geld zu finden.“ Das sei relativ schwierig gewesen, doch mit einigen Verbündeten, wie dem Landkreis Nordwestmecklenburg und dem Biosphärenreservat Schaalsee, sei es gelungen. Andreas Wagner ergänzt: „So ein Museum kann nie die Sache nur eines Vereins sein. Es bedarf eines Netzwerks.“

Großen Wert legt der Verein darauf, mit Schlagsdorf und der weiteren Umgebung verbunden zu sein. Erik Gurgsdies erklärt: „Wir wollen uns hier in der Region und für die Region entwickeln.“ Dabei sind nach Andreas Wagners Auskunft auch touristische Angebote wichtig. „Wir arbeiten da gut mit der Stadt Ratzeburg zusammen“, erläutert der Leiter des Grenzhus. Er nennt als Beispiel das Organisieren von Radwanderungen entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs, der nach der Wende zum Grünen Band geworden ist.

„Die Ausstellung wird sich sehr verändern“, kündigt Andreas Wagner an. Künftig werde von der innerdeutschen Grenze systematisch erzählt. Dies vorzubereiten, koste viel Zeit. „Wir sind mittendrin in der Vorbereitung der neuen Ausstellung“, sagte Andreas Wagner unlängst in einer Versammlung von Förderern und Freunden des Grenzhus.

Architekt Werner Grage hofft, dass der Umbau zum barrierefreien Haus Ende März beendet ist. Die neue Dauerausstellung könnte dann im Frühjahr eröffnen.

Öffnungszeiten: bis 1. Januar

geschlossen, ab 2. Januar täglich

von 10 Uhr bis 16.30 Uhr

Jürgen Lenz

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