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Wenig Kinder: Hort in Damshagen schließt

Damshagen Wenig Kinder: Hort in Damshagen schließt

Bedarf an Nachmittagsbetreuung sinkt / Kita hat künftig mehr Platz für Krippenkinder.

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Die Kita „Kleine Strolche“ in Damshagen

Quelle: Foto: Malte Behnk

Damshagen. In der Gemeinde Damshagen gibt es immer mehr Kinder. Deswegen wurde gerade die Betriebserlaubnis für den Krippenbereich in der Kita „Kleine Strolche“ von sechs auf neun Plätze erweitert. Ein weiterer Ausbau ist geplant. Und auch die Kita wurde von 28 auf 33 Plätze erweitert.

Die „Kleinen Strolche“

9 Plätze stehen derzeit im Krippenbereich zur Verfügung.

33 Plätze im Kindergartenbereich.

Noch 12 Plätze bei neun Kindern

im Hortbereich, der zum Schuljahresende 2017/2018 geschlossen wird.

Träger ist das Jugendhilfezentrum Käthe Kollwitz aus Rehna.

Möglich wird die Erweiterung der Kleinkinderbetreuung, weil zum Ende des Schuljahres 2017/18 der Hort, der ebenfalls in der Kita angesiedelt ist, geschlossen wird. Im Gegensatz zur Betreuung in der Krippe ist der Bedarf an der Hortbetreuung in Damshagen nämlich seit Schließung der Grundschule im Jahr 2015 rückläufig. Derzeit besuchen nur noch neun Kinder den Hort in der Kita, deren Träger das Jugendhilfezentrum Käthe Kollwitz in Rehna ist. Dessen Geschäftsführer Holger Glatz erklärt, dass es ursprünglich eine Betriebserlaubnis für 25 Kinder im Hort gegeben hatte. „Für dieses Jahr hatten wir sie bereits auf 20 Plätze und jetzt noch einmal auf zwölf Plätze reduziert. Das entspricht dem Bedarf, den wir in einer Befragung der Eltern ermittelt haben“, sagt Glatz. „Selbstverständlich gibt es weiter eine vernünftige Hausaufgabenbetreuung, aber zum Beispiel beim Spielen im Außenbereich sind die Hortkinder dann mit den Kita-Kindern zusammen“, erklärt er.

Damshagens Bürgermeisterin Mandy Krüger (parteilos) unterstützt die Entscheidung des Kita-Trägers. „Es muss reagiert werden. Wir haben in der Gemeinde einen so großen Bedarf an Kita- und Krippenplätzen, dass Eltern im Zweifelsfall in Nachbargemeinden ausweichen müssten, wenn wir nicht mehr Krippenplätze schaffen“, sagt sie. Das würde sowohl für die Eltern als auch für die Gemeinde erhebliche Mehrkosten bedeuten. „Wenn Eltern aus Damshagen ihr Kind in die Krippe nach Klütz geben müssten, weil wir keinen Platz mehr haben, müssten sie mit Mehrkosten von 1200 Euro pro Jahr rechnen.“ Das möchte die Bürgermeisterin keinen Eltern ihrer Gemeinde zumuten. Außerdem müsste Damshagen in gleicher Höhe in die Gemeindekasse greifen. „Das können wir uns bei der Haushaltslage nicht leisten“, sagt Krüger. Sie sieht es als vorrangig an, dass die Gemeinde jungen Eltern ausreichend Krippen- und Kitaplätze bieten kann. In der Gemeinde würden noch zwei Baugebiete geplant, in die junge Familien ziehen sollen.

„Wenn jetzt Kinder in eine Krippe in einer Nachbargemeinde gebracht werden müssten, verlieren sie den Kontakt zur eigenen Wohngemeinde“, ist Krüger sicher. „Dann verlieren wir auch die Eltern für das kulturelle Leben bei uns. Daher ist es wichtig, dass die Einrichtung der Kita und der Krippe bestehen bleibt.“

Mandy Krüger ist bewusst, dass die Schließung des Horts einige Eltern treffen wird. „Es gab aber auch Diskussionen, als es bei der Schließung der Schule um die Integration des Horts in die Kita ging“, sagt Krüger. Eltern hatten sich um die Sicherheit der Kinder auf dem Fußweg von der Schule zum Kita- Gelände gesorgt. Mit der Beschulung der Grundschüler in Boltenhagen habe sich aber das ganze System verändert. „Die Dritt- und Viertklässler sind meistens erst gegen 14.30 Uhr in Damshagen. Da lohnt es schon nicht mehr wirklich, Geld für den Hort zu bezahlen.“ Zudem gebe es in Boltenhagen an der Grundschule einen großen Hort. Die Einrichtung des Deutschen Roten Kreuzes ist zwar schon deutlich ausgelastet. Es soll aber Gespräche darüber geben, wie mit dem gestiegenen Betreuungsbedarf dort umgegangen werden kann.

Malte Behnk

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