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Nordwestmecklenburg Wenn kleine Krabbler alarmieren
Lokales Nordwestmecklenburg Wenn kleine Krabbler alarmieren
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20:10 13.07.2018
Grevesmühlen/Groß Schwansee

Zu mehreren Einsätzen mussten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Grevesmühlen in dieser und in der vergangenen Woche in die DRK-Wohnanlage „Am Tannenberg“ ausrücken (die OZ berichtete). Letztlich zeigte sich, dass es nur Fehlalarme waren, weil der Brandmelder verrücktspielte. Der stellvertretende Leiter der Wohnanlage, Dr. Alfred Schröder, vermutete als Nichtfachmann, wie er betonte, Kleintiere hinter den Unannehmlichkeiten, die ihm sehr leid täten.

Ähnliche Probleme gab es in der Malzfabrik Grevesmühlen in der Vergangenheit. „Die Malzfabrik war zunächst mit einfachen Rauchmeldern ausgestattet. Eine Fliegenart hatte ihre Eier seinerzeit auf das Schutzsieb des Rauchmelders gelegt“, erinnert sich Kreissprecherin Petra Rappen. Nach dem Schlüpfen der Maden seien diese durch das Sieb in den Detektionsbereich des Melders gekrochen, die dann letztlich die Alarmauslösung bewirkt hätten. „Wir haben diese kleine Maden beim Auseinanderbauen der Melder entdeckt. Eine Fachfirma hat daraufhin die Melder gegen zweidimensionale Melder ausgetauscht, denn zur Alarmauslösung müssen jetzt sowohl eine Rauchpartikelbewegung, die auch eine Made sein kann, und Wärme vorhanden sein“, so Petra Rappen weiter. Erst wenn diese Kriterien „erfüllt“ seien, würde die Alarmierung erfolgen.

Fehlalarme seien auch um Kalkhorst ein Problem gewesen, erläutert Rainer Oppor, Gemeindewehrführer von Kalkhorst, der den Einsatz der Feuerwehrmänner wie folgt beschreibt: „Du musst von Null auf Hundert voll da sein, am Ende ist es doch schön, dass es nur ein Fehlalarm war.“ Bis zum vergangenen Jahr hätte die Wehr viele Probleme mit der Brandschutzmeldeanlage im Schlossgut Groß Schwansee.

„Acht Einsätze im Jahr waren nicht selten“, zählt er auf. Die Kosten wurden – wie im Fall der DRK-Wohnanlage in Grevesmühlen – nach Gebührensatzung abgerechnet. „Der Leistelle kann man auf Fehlalarmierungen keinen Vorwurf machen“, betont Oppor. „Die Mitarbeiter tun genauso ihre Arbeit wie wir.“

jf

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