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Nordwestmecklenburg Wer betreibt die neue Kita in Schönberg?
Lokales Nordwestmecklenburg Wer betreibt die neue Kita in Schönberg?
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20:29 03.08.2016
Die Kita Regenbogen in Schönberg soll ersetzt werden. Quelle: Jürgen Lenz

Die Hängepartie bei der Suche nach einem Betreiber für die Kita in Schönberg geht weiter. Bei der jüngsten Stadtvertretersitzung sollten sich laut Tagesordnung eigentlich drei Bewerber für den Neubau vorstellen: neben dem Verein „Haus des Kindes“ auch die Diakonie und die Johanniter. Doch daraus wurde nichts. „Außer dem Verein ,Haus des Kindes’

Das Verhal- ten des Vorstan- des kann auch zu Irritationen führen.“Lutz Götze, Bürgermeister Schönberg

wäre keiner der anderen Träger in der Lage gewesen, die Pläne vorzustellen“, erklärte Bürgermeister Lutz Götze (SPD-Fraktion). Seine Begründung: „Bei der Diakonie liegt es an der Urlaubszeit. Den Johannitern war die Vorstellung zu kurzfristig.“ Die Stadt hatte die möglichen Träger aufgefordert, sich mit den Unterlagen vertraut zu machen, „sodass sie uns aussagekräftig sagen können, wie sie das umsetzen wollen“, so Götze. Das ist jedoch nicht passiert. Wie es zeitlich nun weiter geht mit dem seit Jahren geplanten Bau, steht noch nicht genau fest. Klar ist nur, dass weitere Wochen ins Land ziehen werden, bis eine Entscheidung fällt, welcher Träger den Zuschlag bekommt.

Beim Verein „Haus des Kindes“ wächst der Unmut. Bettina Schultz von der Kitaleitung erinnerte die Stadtvertreter daran, dass Mitglieder des Vereins schon drei Mal bei einer Sitzung waren. „Wir stehen dahinter, wir tun alles, um diesen Kindergarten bauen zu können. Denn wir wissen um die Missstände in der Kita Regenbogen.“ Deshalb müsse sich dringend etwas ändern. Schultz sagte, sie habe jedes Mal Tränen in den Augen, wenn sie einen Antrag abweisen muss und in die Augen der Eltern schaue.

Lutz Götze hat durchaus Verständnis für die Emotionen. Er findet es auch lobenswert, wie sich die Geschäftsführerin Kati Eggert und ihre Mitstreiterinnen engagieren. „Nachdenklich stimmt mich allerdings, dass sich vom Vereinsvorstand niemand so eindeutig äußert wie Frau Eggert.“ Es sei schade, wenn der Vorstandsvorsitzende an Beratungen der städtischen Gremien teilnimmt, zu diesen Punkten aber nicht das Wort ergreift. Götze weiter: „Dieses Verhalten des Vorstandes kann auch zu Irritationen bei den Abgeordneten führen.“

Stadtvertreter Marian Stickel (CDU) nahm die Diakonie und die Johanniter wegen ihrer nicht vorgetragenen Pläne zum Bau der Kita in Schutz. Sie erklärte, dass der Verein „Haus des Kindes“ einen gewissen Vorsprung habe, da er sich mit dem Drei-Millionen-Euro-Projekt schon seit Jahren beschäftigt. „Deshalb ist es klar, dass eine gewisse Prüfungszeit eingeräumt werden muss.“ Das sieht Annett Behr (CDU) ähnlich. „Ich finde es nur fair, wenn man den anderen Trägern Zeit einräumt, um sich intensiv damit zu beschäftigen.“ Reiner Jörke (LWS) sprach sich dafür aus, dass „wir einen Termin setzen, wann das hier nun endlich mal losgeht. So werden wir ja nie fertig.“ Ursprünglich, so der Wunsch der Stadtvertreter, sollte der Verein „Haus des Kindes“ die Kita bauen. Nachdem es mit der Finanzierung einige Probleme gab, hatten sich die Lokalpolitiker dafür ausgesprochen, auch andere Träger mit ins Boot zu holen.

Steffen Oldörp

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