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Nordwestmecklenburg Wichtige Frauen der Reformation
Lokales Nordwestmecklenburg Wichtige Frauen der Reformation
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20:49 02.08.2017
Simone Jürß (l.) und Pastorin Wilma Schlaberg zeigen ein Tafelbild mit zwölf Frauen der Reformation. Quelle: Foto: M. Behnk

Martin Luther ist der große Reformator, dessen Werk in diesem Jahr gefeiert wird. Doch seine Frau Katharina von Bora hatte einen großen Anteil an der Reformation der Kirche und es gab weitere Frauen, die wichtige Rollen in der Neugestaltung des Glaubens hatten. Ihnen widmet sich eine Ausstellung, die die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises, Simone Jürß, nach Schönberg holt.

Öffnungszeiten

Nach der Eröffnung der Ausstellung am 2. September um 14 Uhr

können sich Besucher dienstags

bis sonntags von 12 bis 17 Uhr in

der geöffneten Kirche informieren.

Gezeigt wird die Ausstellung der „Evangelischen Frauen Mitteldeutschland“ bis zum 23. September.

Ab dem 2. September wird in der St.-Laurentius-Kirche über zwölf Frauen aus der Reformationszeit informiert. „Mich beeindruckt Gräfin Anna von Mansfeld am meisten“, sagt Simone Jürß, die sich die Ausstellung in Plön bereits angeschaut hat. „Sie hat 14 Kinder geboren, ist mit ihrem Mann in die Schlacht gezogen und beide haben flüchtende Protestanten vor der Verfolgung beschützt“, sagt sie über die Frau, die von 1490 bis 1559 lebte. So Mutter und Landesmutter zu sein, hat mich sehr beeindruckt“, sagt Jürß. Die Namen der beschriebenen Frauen sind eher unbekannt, nicht nur, weil die Ausstellung von den „Evangelischen Frauen in Mitteldeutschland“ konzipiert wurde. „Leider konnten wir keinen regionalen Bezug nach Mecklenburg herstellen“, sagt Jürß. Sie hatte 2014, als sie die Ausstellung buchte, bereits gefragt, ob über mecklenburgische Frauen der Reformationszeit geforscht werden könnte. „Es hat sich aber leider nichts ergeben.“

Das Gesamtbild der Ausstellung zeige aber, warum sich viele Frauen so begeistert der Reformation angeschlossen hatten und dass sie wichtige Funktionen hatten. „Frauen haben damals wichtige Politik gemacht, waren Haushaltsvorstände und mehr“, sagt auch Schönbergs Pastorin Wilma Schlaberg. „Das ist alles in der Zeit danach wieder verloren gegangen. Wie lange hat es gedauert, bis Frauen studieren oder auch Pastorin werden durften?“ Schlaberg weist zudem darauf hin, dass die Schönberger Kirche ursprünglich nicht nur St. Laurentius, sondern auch der Heiligen Katharina gewidmet wurde. „Laurentius hat sich aber mehr durchgesetzt.“

Die Ausstellung über die Frauen der Reformation wird auf der Empore der Kirche aufgebaut. „So ist sie leider nicht barrierefrei zugänglich. Aber es sind gleichzeitig noch zwei weitere Ausstellungen zu sehen. Daher gibt es nur den Platz auf der Empore“, sagt Simone Jürß. Eröffnet wird die Ausstellung am 2. September um 14 Uhr. Danach kann sie dienstags bis sonntags von 12 bis 17 Uhr besichtigt werden. Julia Patzke, Diakonin des Kirchenkreises Plön-Segeberg, die sich intensiv mit der Ausstellung befasst hat, wird in das Thema einführen. Brita Rehsöft wird zur Eröffnung Lieder von Hildegard von Bingen und von Katharina Zell singen. „Außer den Informationen über die zwölf Frauen wird es Thementafeln geben, die in die Reformationszeit einführen und über Erziehung und Bildung oder die Rolle als Ehefrau und Mutter informieren.“

Malte Behnk

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