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Wieder Schönberger für Schönberger?

Schönberg Wieder Schönberger für Schönberger?

Ehrenamtliche Organisatoren wollen nach 2015 auch das Stadtfest 2017 auf die Beine stellen – anstatt einer Veranstaltungsfirma.

Schönberg. Die meisten Organisatoren des Schönberger Stadtfestes 2015 sind bereit, auch das Stadtfest im kommenden Jahr unter dem Motto „Von Schönbergern für Schönberger“

auf die Beine zu stellen. „Die Bereitschaft ist da und es haben zusätzlich Leute Interesse gezeigt“, sagte gestern einer der ehrenamtlichen Veranstalter, Uwe Kylau, auf Anfrage. Er rechne für das nächste Fest mit einer noch stärkeren Beteiligung von Einheimischen. „Das ist etwas, das wir auch wollen“, sagte Kylau.

Mit ihrer Bereitschaft dürften die ehrenamtlichen Organisatoren bei den Kommunalpolitikern in Schönberg offene Türen einrennen, denn Mitglieder des städtischen Ausschusses für Schule, Kultur, Sport, Jugend, Senioren und Soziales haben sich in ihrer letzten Sitzung über die Grenzen von Parteien hinweg einmütig dafür ausgesprochen, das Fest wieder den Veranstaltern von 2015 anzuvertrauen –

vorausgesetzt, sie sind dazu bereit. Wenn sie das nicht wollen, dann solle es ausgeschrieben werden, sodass sich professionelle Veranstalter bei der Stadt bewerben können, meinten die Ausschussmitglieder.

Bürgermeister Lutz Götze (SPD-Fraktion) nannte zuvor Argumente, die aus seiner Sicht dafür sprechen, das Fest wieder, wie bei der Premiere 2015, unter dem Motto „Von Schönbergern für Schönberger“

steigen zu lassen. Er sprach sich dagegen aus, wie in den Jahren zuvor einen kommerziellen Veranstalter zu beauftragen. „Wir verfügen jetzt über alles Wissen, das nötig ist, um es selbst zu machen“, so Götze. Auch sei fürs Fest 2015 deutlich weniger Geld der Stadt verbraucht worden als vorher und es sei insgesamt ein gutes Stadtfest gewesen. „Die meisten, die ich gehört habe, haben sich positiv geäußert“, sagte Götze.

Diese Einschätzung teilte die stellvertretende Ausschussvorsitzende Emanuela Glöde. „Mein Eindruck ist, dass es besser angekommen ist als vorher.“

Rückblickend aufs Stadtfest 2015 sagt Uwe Kylau: „Viele Ideen, die wir hatten, kamen gut an und wurden zum Teil andernorts übernommen – zum Beispiel das Riesenrad.“ Kylau bestätigt, dass beim letzten Mal deutlich weniger Geld der Stadt ausgegeben wurde als zuvor. Die Bilanz: „Das Fest hat über 20000 Euro gekostet, wir haben aber nur 8000 Euro von der Stadt gebraucht.“ Zahlungen von Schaustellern und Standbetreibern seien eine wichtige Einnahmequelle gewesen. Viele Anbieter seien zufrieden und hätten angekündigt, dass sie beim nächsten Mal wieder mitmachen wollen. Lohnend sei eine Beteiligung aber auch aus einer anderen Sicht. „Das Stadtfest kann eine gute Einnahmequelle sein für Vereine, die sich dort engagieren“, sagt der Vorsitzende des „Vereins für Kommunikation, Umwelt und Kultur“ aus eigener Erfahrung.

Erstmals 2015 organisierten Schönberger ohne Bezahlung das alle zwei Jahre stattfindende Stadtfest. Zur Unterstützung zogen sie Profis hinzu, die Erfahrung mit dem Organisieren großer Feste haben und Attraktionen beisteuern konnten.

Wer Vorschläge fürs nächste Mal hat, der solle zur nächsten Einwohnerfragestunde im Ausschuss für Schule, Kultur, Sport, Jugend, Senioren und Soziales kommen, bat das Ausschussmitglied Annemarie Schoodt. Die nächste öffentliche Sitzung beginnt am kommenden Donnerstag, 8. September, um 19 Uhr im Foyer der Palmberghalle.

Dann soll es auch um das „Fest der Vielfalt“ 2017 gehen. Schönberg ist nach Gägelow, Bad Kleinen, Grevesmühlen, Gadebusch, Neuburg, Dassow und Warin der achte Gastgeber für dieses Fest, das für Vielfalt und Toleranz in Nordwestmecklenburg stehen soll. Entstanden ist es als Bündnis gegen Fremdenfeindlichkeit und Gewalt. Der Präventionsrat des Landkreises unterstützt es. Schönberg kann es im kommenden Jahr im Rahmen des Stadtfestes feiern. Lutz Götze sagt: „Wir bekommen dafür einen Zuschuss von 2000 Euro.“ Einen symbolischen Schlüssel habe er in Warin übernommen. Fürs kommende Jahr will der Ausschuss für Schule, Kultur, Sport, Jugend, Senioren und Soziales die Federführung übernehmen.

Jürgen Lenz

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