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Nordwestmecklenburg Wieder zum Leben erweckt: Jugendwehren wetteifern um Sieg
Lokales Nordwestmecklenburg Wieder zum Leben erweckt: Jugendwehren wetteifern um Sieg
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19:14 06.06.2016

Amtsvorsteher Frank Lenschow sprach von einem besonderen Tag am Sonnabend in Boitin-Restorf. In dem kleinen Dorf in der Gemeinde Lüdersdorf trugen die Jugendwehren des Amtes Schönberger Land nach langer Zeit wieder einen Amtsjugendfeuerwehrtag aus. „Ich bin Claudia Brötzmann (Amtsjugendsprecherin, Anm. d. Red.) und den Organisatoren dankbar, dass sie das Feuerwehrleben auf Amtsebene, zumindest bei den Jugendwehren, wieder zum Leben erweckt haben.“

Geschicklichkeit mussten (v. l.) Ben Borowski, Ben Dahmke, Jason Rassweiler und Janne Mosebach von der Jugendwehr Lüdersdorf beim Balancieren auf Kästen beweisen. Quelle: Fotos: Steffen Oldörp
Ich bin den Organisatoren dankbar, dass sie das Feuer- wehrleben der Jugendlichen auf Amtsebene wieder zum Leben erweckt haben.“Amtsvorsteher Frank Lenschow
Ich freue mich, dass so eine Veranstal- tung wieder ins Rollen ge- kommen ist.“Pamela Blank, Jugendwartin Selmsdorf
Die alten Herren kriegen so etwas zurzeit ja leider nicht auf die Reihe.“Torsten Lütgens, Boitin-Restorf/Neuleben
Geschicklichkeit mussten (v. l.) Ben Borowski, Ben Dahmke, Jason Rassweiler und Janne Mosebach von der Jugendwehr Lüdersdorf beim Balancieren auf Kästen beweisen. Quelle: Fotos: Steffen Oldörp
Ich bin den Organisatoren dankbar, dass sie das Feuer- wehrleben der Jugendlichen auf Amtsebene wieder zum Leben erweckt haben.“Amtsvorsteher Frank Lenschow
Die alten Herren kriegen so etwas zurzeit ja leider nicht auf die Reihe.“Torsten Lütgens, Boitin-Restorf/Neuleben
Ich freue mich, dass so eine Veranstal- tung wieder ins Rollen ge- kommen ist.“Pamela Blank, Jugendwartin Selmsdorf

Die Idee für einen Amtsjugendfeuerwehrtag hatte die Feuerwehr Boitin-Restorf/Neuleben. Beim Dorffest im vergangenen Jahr hatte sie zwei Spaßstationen angeboten. „Anschließend war die Nachfrage so groß, dass wir gesagt haben, wir versuchen es mal mit einem Wettstreit unter den Jugendwehren“, erzählt Torsten Lütgens, Jugendwart der gastgebenden Feuerwehr. Das Interesse war groß . Elf Jugendwehren waren der Einladung gefolgt. An fünf Stationen mussten die 115 Jungen und Mädchen im Alter von sechs bis 16 Jahren ihr Können und ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen.

Die erste Aufgabe: Auf verschieden große Gewindestangen die passenden Muttern raufschrauben – und das möglichst schnell. Um Feuerwehrknoten ging es an der zweiten Station. Technische Geräte sollten befestigt werden. Um zum Knotengestell zu kommen, mussten die Jungen und Mädchen aber zunächst eine 20 Meter lange Strecke auf drei Getränkekisten überwinden. Mit ihren Füßen durften sie den Boden nicht berühren, sondern möglichst zügig eine Kiste vor die andere legen.

Viel Gefühl war an der dritten Station gefragt – beim Fangleinen-Zielwurf. Aus drei Meter Entfernung haben die Nachwuchsbrandschützer versucht, einen am Ende einer Leine befestigten Sack in verschiedene Löcher einer senkrecht aufgestellten Tür zu werfen.

Um guten Tastsinn ging es bei der vorletzten Aufgabe. Ohne hinzuschauen, mussten die Teilnehmer in einen Karton greifen und raten, was sie in ihren Händen hielten. Zum Schluss stellten die Jugendwehren ihre Schnelligkeit auf einem Parcours unter Beweis. Am besten löste die Jugendwehr aus Schönberg die kniffligen fünf Aufgaben. Zweiter wurde die Jugendwehr aus Grieben vor Harkensee.

Palingens Jugendwart Christian Geyer sprach von einem gelungenen Tag. Selmsdorfs Jugendwartin Pamela Blank freute sich, „dass so eine schöne Veranstaltung wieder ins Rollen gekommen ist.“ Auch Landrätin Kerstin Weiss (SPD) war begeistert. „Es ist toll, so viele junge, motivierte Leute zu sehen.“ Anders als bei den erwachsenen Wehren verstehen sich die Nachwuchsbrandschützer im Amt Schönberger Land gut. Das freut vor allem den noch amtierenden Amtswehrführer Michael Stange. Er lobte das Engagement der Jugendwarte und ausdrücklich das von Amtsjugendsprecherin Claudia Brötzmann von der Feuerwehr Dassow. Aus seiner Sicht sollten sich die Erwachsenen ein Beispiel daran nehmen.

Im Amt Schönberger Land gibt es nicht erst seit der dritten gescheiterten Amtswehrführerwahl ein angespanntes Verhältnis zwischen einigen Wehren. „So etwas ist traurig“, bedauert Kerstin Weiss.

„Deshalb appelliere ich an alle, sich zusammenzuraufen. Es kann doch nicht so schwer sein, über seinen eigenen Schatten zu springen.“ Einen Seitenhieb verkniff sich auch Torsten Lütgens nicht. „Es macht mich stolz, dass wir Gastgeber für so einen Amtsjugendfeuerwehrtag sein durften und alle zufrieden waren. Die alten Herren kriegen so etwas ja leider nicht auf die Reihe.“

Steffen Oldörp

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