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Nordwestmecklenburg „Wir haben eine tolle Truppe, die auch viel wegstecken musste“
Lokales Nordwestmecklenburg „Wir haben eine tolle Truppe, die auch viel wegstecken musste“
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18:16 24.12.2015
Das 0:0 vor 6000 Zuschauern in Jena gehörte zu den tollsten Erlebnissen in der Hinrunde für Trainer Axel Rietentiet und sein Team. Quelle: Jens Upahl

Schönberg. Vier Siege, sechs Unentschieden und acht Niederlagen, das ist die Bilanz des FC Schönberg 95 nach 18 Spielen in der Regionalliga Nordost. Damit ist der Aufsteiger nur knapp hinter den erhofften 20 Punkten geblieben. LN-Mitarbeiter Steffen Oldörp sprach mit Axel Rietentiet, dem Trainer der Maurinekicker über die bisherige Saison und die aktuelle Situation.

Herr Rietentiet, wie zufrieden sind Sie bislang mit der Regionalligasaison?

Axel Rietentiet: Ich glaube, mit dem bislang Erreichten können wir ganz gut leben. Der Sieg im letzten Spiel vor der Winterpause gegen Halberstadt war wichtig, aber man darf auch nicht die Spiele davor vergessen, die wir, bis auf Babelsberg, knapp verloren haben. Wir müssen gegen Mannschaften punkten, die mit uns unten drin stehen. Das haben wir dem Sieg in Halberstadt zum Glück geschafft. Wir haben 18 Punkte. 20 hätte ich gerne gehabt. Deshalb bin ich nicht ganz zufrieden.

Was war aus Ihrer Sicht bislang gut?

Rietentiet: Vor allem der Saisonstart. Das 1:0 gegen Halberstadt. Da haben wir die Euphorie des Aufstiegs mitgenommen. Auch das Spiel danach, vor 6000 Zuschauern in Jena Unentschieden zu spielen, das waren schon tolle Erlebnisse. Ich habe aber schon damals gewarnt und gesagt: Wir werden noch große Probleme bekommen, weil wir im Sommer viel zu wenig Urlaub hatten. Und so ist es dann ja leider auch gekommen. Insgesamt muss ich aber sagen: Die Mannschaft ist intakt, eine tolle Truppe, die auch viel wegstecken musste. Nicht nur sportlich. Gerade was die langen Auswärtsfahrten angeht. Das, glaube ich, haben wir im gesamten Umfeld ein wenig unterschätzt.

Was waren Ihrer Meinung nach die Gründe für die Negativserie von acht Spielen ohne Sieg?

Rietentiet: Der Knackpunkt war meiner Meinung nach das Spiel in Neustrelitz, als wir 2:1 geführt haben und mit dem Schlusspfiff noch verloren haben. Diese Niederlage war sicher mit ein Grund für die Negativserie. Auf der anderen Seite war uns aber auch klar, dass wir mit gewissen Mannschaften wie Nordhausen und Zwickau nicht mithalten können. Hinzu kam bei uns auch großes Verletzungspech und auch die vielen gelben Karten fielen ungünstig, als im Spiel gegen RB Leipzig II mit Daniel Halke, Tom Schulz, Max Rausch und Rainer Müller gleich mehrere Stammspieler ausgefallen sind. Das hat sich ein bisschen wir ein roter Faden durch unsere Spiele gezogen. Wichtig aber ist, dass wir den Abwärtstrend gestoppt und zuletzt auswärts drei Tore erzielt haben. Das stimmt mich optimistisch für die Rückrunde.

Der Verein hat vor der Saison zahlreiche neue Spieler geholt. Wie bewerten Sie die Leistungen der Neuzugänge?

Rietentiet: Ich bin im Großen und Ganzen zufrieden. Bei dem einen oder anderen gibt es aber sicher auch noch Potenzial nach oben. Bei Gordon Grotkopp hat es mit dem Training wegen seines Berufes leider gar nicht gepasst. Bei Jakob Olthoff kann ich vieles noch gar nicht einschätzen. Er war sehr oft verletzt und auch da hatte ich mir deutlich mehr erhofft. Stürmer werden an Toren gemessen, deshalb ist Marcel Kunstmann diesbezüglich hinten dran. Als Mensch, als Typ ist er aber sehr wichtig für die Mannschaft.

Wie sieht es mit Verstärkungen aus in der Winterpause?

Rietentiet: Ich würde schon die eine oder andere Position gerne neu besetzen. Aber da spielen auch finanzielle Aspekte eine Rolle. Insgesamt sind wir aber gut aufgestellt. Ich wünsche mir, das unsere Langzeitverletzten (Bastian Henning, Pascal Poser, Jakob Olthoff, Anm. d. Red.) nach der Winterpause wieder einsteigen. Das würde den Konkurrenzkampf innerhalb der Truppe nochmal mächtig steigern.

Schönberg hat viele frühe Gegentore kassiert. Wie wollen Sie das ändern?

Rietentiet: Das kriegt man nicht hin. So etwas ist Kopfsache, wenn man im Abstiegskampf steckt und endlos lange nicht gewonnen hat. Das ist manchmal nicht erklärbar. Das passiert in der Bundesliga, das gibt es in der 2. Liga. Je häufiger man darauf rumreitet und sagt: ihr müsst, ihr müsst, ihr müsst, umso schlimmer wird es. Das passiert einfach. Und das macht ja auch keine Mannschaft mit Absicht.

Welche Mannschaft ist Ihr Favorit für die Meisterschaft?

Rietentiet: Also Zwickau und Nordhausen haben beide Wahnsinnsqualität. Beiden traue ich Platz 1 in der Liga zu. Ich glaube aber, Nordhausen wird sich am Ende durchsetzen. Auch, weil sie den größeren Kader als Zwickau haben.

Warum wird der FC Schönberg 95 die Klasse halten?

Rietentiet: Weil wir hoffentlich eine ähnlich gute Rückrunde spielen werden. Weil wir insgesamt in der Liga mithalten können. Und weil wir im ganzen Funktionsteam, inklusive Vorsitzender und sportlicher Leiter, eine gute Basis haben. Jeder kann die Situation realistisch einschätzen. Ich glaube ganz fest daran, dass wir sportlich drin bleiben.

Aber klar ist auch: Wenn wir das nicht schaffen, geht davon die Fußballwelt in Schönberg nicht unter.

Der Winterfahrplan des FC Schönberg
4. Januar: Trainingsauftakt
8. Januar: 18.30 Uhr Testspiel FC Schönberg—FC Dornbreite (Verbandsliga)
9. Januar: 16 Uhr, Sport-und Kongresshalle Schwerin: Internationalen Kurzurlaub.de Cup des FC Mecklenburg Schwerin mit Gastgeber FC Mecklenburg, FC Schönberg, Pogon Stettin, Hamburger SV U23, FC Hansa U23, FK Teplice, TSG Neustrelitz, MSV Pampow
13. Januar: 18.30 Uhr Testspiel FC Schönberg—FC Hansa A-Junioren (Regionalliga)
15. Januar: Staffeltag mit Terminbörse in Luckenwalde
16. Januar: 13 Uhr Testspiel SC Norderstedt (Regionalliga Nord)-FC Schönberg
20.Januar:   18.30 Uhr Testspiel VfB Lübeck (Regionalliga Nord)—FC Schönberg
23.Januar: 13 Uhr Testspiel FC Schönberg— SV Drochtessen/Assel (Regionalliga Nord)
30.Januar: 13 Uhr Testspiel FC Schönberg—Lüneburger SK (Regionalliga Nord)
7. Februar: 13.30 Uhr erstes Punktspiel im neuen Jahr: FC Schönberg gegen den FC Carl-Zeiß Jena

LN

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