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Nordwestmecklenburg „Wir sind alle sehr überwältigt“
Lokales Nordwestmecklenburg „Wir sind alle sehr überwältigt“
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10:56 07.03.2018
Bis zu 700 Jahre alte Wandmalereien sind eine Besonderheit der Dorfkirche in Lübsee. Für den Erhalt des sanierungsbedürftigen Gebäudes und Veranstaltungen in ihm setzt sich ein Freundeskreis ein. Als dessen Vorsitzende engagiert sich Andrea Lenschow. Quelle: Fotos: Jürgen Lenz
Lübsee

Ein architektonisches Kleinod aus dem 13. Jahrhundert vor dem Verfall bewahren und es mit Leben erfüllen: Um dieses Ziel zu erreichen, haben sich Frauen und Männer vor vier Monaten zum „Freundeskreis der Kirche zu Lübsee“ zusammengeschlossen. Der Erfolg gibt ihnen recht. „Wir sind alle sehr überwältigt“, berichtet die Vorsitzende des Freundeskreises, Andrea Lenschow.

Gottesdienst und Führung

Am Sonntag, dem 11. März, lädt der Freundeskreis der Lübseer Kirche alle Interessierten zu einem Gottesdienst mit anschließender Kirchenführung und einem gemeinsamen Kaffeetrinken ein. Den Gottesdienst hält Pastor Dirk Greverus ab 14 Uhr. Die Museologin Heidemarie Frimodig übernimmt die Führung.

Unterstützung auch von nicht-kirchlichen Menschen

Überwältigt sind die Freunde der besonderen Dorfkirche in Mecklenburg vor allem von den Spenden, die eingegangen sind, um dringend notwendige Sanierungsarbeiten finanzieren zu können und Zuschüsse einzuwerben. Erste Bilanz der Vorsitzenden nach vier Monaten: „Wir sind bei 15000 Euro.“

Auf 72 Mitglieder ist der Freundeskreis mittlerweile angewachsen. Viele der Frauen und Männer sind nicht kirchlich gebunden. Doch auch ihnen liegt der Erhalt des architektonischen Kleinods am Herzen, das nun mehr denn je zu einem kulturellen Anziehungspunkt für die Region werden soll.

Werner-von-Siemens-Stiftung unterstützt Verein

Einen festen Mitgliedsbeitrag gibt es im Freundeskreis nicht. Jeder gibt, so viel er mag. Das kann eigenes Geld sein oder auch solches, das dem Mitglied bei einem besonderen Anlass gegeben wurde –

bei einem Geburtstag oder anlässlich einer Taufe zum Beispiel. Hinzu kamen Spenden von Besuchern eines Bläsergottesdienstes. Die bislang größte Summe stammt von der Werner-von-Siemens-Stiftung, die 10000 Euro überreichte. Die Stiftung ist der Kirche in Lübsee in besonderer Weise verbunden. Als das Gotteshaus in den Jahren 1873 bis 1874 eine neue Innenausstattung inklusive Orgel erhielt, spendeten der später geadelte Werner Siemens und seine Brüder 5000 Reichstaler. Ihre Bedingung: Auf dem Friedhof von Lübsee wird das Grab ihrer Eltern für immer gepflegt. Christian Ferdinand Siemens und seine Frau Eleonore Henriette hatten das staatliche Gut in Menzendorf gepachtet.

Ein Dankeschön an alle Mitglieder

Ein Gottesdienst mit anschließender Führung ist am Sonntag die erste Veranstaltung, zu der der Freundeskreis einlädt. „Es soll gleichzeitig ein Dankeschön für alle Mitglieder sein“, erläutert Andrea Lenschow. Bei dieser Gelegenheit werde über den neuesten Stand informiert. Weitere Mitglieder sind jederzeit willkommen. Geplant sind auch ein öffentlicher Kinoabend am 16. Juni, ein Konzert des Musiksommers und die Teilnahme am „Tag des offenen Denkmals“. Wer Kontakt zu dem „Freundeskreis der Kirche zu Lübsee“ aufnehmen möchte, der kann sich an das Pfarramt in Roggenstorf wenden. Dieses ist unter ☎ 038824 / 726 oder per Mail an roggenstorf-johannes@elkm.de erreichbar.

Jürgen Lenz

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