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Nordwestmecklenburg Wismar: Investoren stellen Multifunktionsarena vor
Lokales Nordwestmecklenburg Wismar: Investoren stellen Multifunktionsarena vor
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20:20 25.02.2016

Die Pläne für die Multifunktionsarena in Wismar nehmen Form an, doch Fragen bleiben. Im Rathaus der Hanse- und Kreisstadt stellten vorgestern Vertreter der Investorengruppe das 63 Millionen Euro teure Projekt vor.

Zuletzt war von 45 Millionen Euro für das Sport-, Rehabilitations- und Entertainment-Zentrum mit Multifunktionsarena an der Bürgermeister-Haupt-Straße die Rede. 10000 Sitzplätze, 20 000 Besucher bei Konzerten mit zum Beispiel Ina Müller oder TV-Produktionen mit Carmen Nebel — und das alles unter einem Cabrio-Membrandach: Die Macher sprechen von einem Alleinstellungsmerkmal dieser Größenordnung bis Berlin/Hannover.

Geschäftsführer der Gesellschaft mit dem Namen Fox & Friends Ltd & Co. KG ist der Ludwigsburger Waldemar L. Vogt. Er hatte vorgestern mit Partnern das Vorhaben erläutert. Darunter vom Generalunternehmen, der Bremer AG mit Hauptsitz in Paderborn. Das Unternehmen verfügt über einschlägige Erfahrungen im Stadionbau.

Die Lübecker Nachrichten hatten Mitte Dezember 2015 erstmals von den Plänen der Multifunktionsarena berichtet. Offen blieben bisher Angaben zur Finanzierung des spektakulären Vorhabens.

Vorgestern waren sechs Vertreter der Investorenseite zunächst im Wirtschaftsministerium Schwerin. Ausgelotet wurde die Möglichkeit von Fördermitteln. 16,5 Millionen Euro werden erhofft.

Vogt erklärte, dass 46,5 Millionen Euro über private Investoren aufgebracht würden. Wer das ist, wollte der Bankkaufmann nicht preisgeben. Nur so viel: Es handelt sich um zwei Angebote aus den USA und um eine deutsche Versicherung.

Bei der Vorstellung des Projektes gegenüber den Fraktionen der Bürgerschaft am frühen Abend wurde offenbar Kritik laut am Firmenkonstrukt der Fox & Friends Ltd & Co. KG.

Gegenüber der Presse versicherte Vogt, dass dies in eine GmbH mit Sitz in Wismar umgewandelt werde, wenn es zur Umsetzung des Projektes kommt. Zunächst aber müssen die Investoren liefern.

Der Finanzplan bedarf einer Überarbeitung. Geschieht dies zeitnah, könnte die Bürgerschaft als Signal des Vertrauens das Baugenehmigungsverfahren mit einem Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan im April in Gang setzen.

Fakt ist: Die Zeitschiene ist sportlich und schon etwas ins Hintertreffen geraten. Baubeginn ist jetzt im zweiten Halbjahr 2017, die Eröffnung Anfang 2019.

Im Mittelpunkt der Pläne steht die Multifunktionsarena, die im Bereich des Kunstrasenplatzes gebaut werden soll. Die Arena mit Rasenheizung und Flutlicht wird ausgelegt für eine Kapazität von 10

000 Sitzplätzen. Die Arena sei tauglich für die 3. Liga und auf die 2. und 1. Liga erweiterbar. Stattfinden können neben großen Fußballspielen auch Messen, Konzertveranstaltungen, Firmenpräsentationen und Public Viewing.

Daneben gibt es weitere Abschnitte. Dazu zählen eine 60 mal 45 Meter große Analyse- und Trainingsfläche sowie auf einer zweiten Ebene ein medizinischer Bereich mit Arztpraxen sowie Höhen- und Kältekammern. Zielgruppe hier sind Leistungssportler und Profimannschaften aus dem In- und Ausland.

Ein nächster Bereich ist ein vorgelagertes überdachtes Sportcenter mit mehreren Plätzen, darunter ein großer Platz (42 mal 22 Meter) mit 1500 Sitzplätzen. Hier könnten Liga-Handballspiele der TSG Wismar stattfinden.

Teil des Projektes ist außerdem eine Talenteschmiede mit Unterkünften. Die Akademie ist zum Beispiel für Teilnehmer von Trainingslagern und Nachwuchsspielern, die beim FC Anker geparkt werden könnten. Bestandteil der Planung ist auch das Kurt-Bürger-Stadion, das saniert werden soll. Angrenzend an das Stadion entstehen ein Rasenplatz sowie zwei Kunstrasenplätze — alle mit Rasenheizung — im Bereich der Stadionanzeigetafel vor.

Zielgruppen

Mit etwa 350 000 Besuchern wird nach einer Startphase gerechnet.

Liga- und Länderspiele sowie Turniere sind nur ein Teil der geplanten Veranstaltungen in der Multifunktionsarena.

In der Projektpräsentation ist außerdem die Rede von Kultur- und Konzertveranstaltungen, Messen, Public Viewing bei großen Highlights wie Welt- und Europameisterschaften oder auch Businessveranstaltungen wie zum Beispiel Automarkenpräsentationen.

In dem kleineren Sportcenter sind neben Ligaspielen auch Jugend- und Amateurturniere, Hobby- und Freizeitspiele, Turniere von Betriebsmannschaften und Kindergeburtstage vorgesehen.

Leistungssportler und Privatpatienten sind weitere Zielgruppen.

Heiko Hoffmann
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