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Nordwestmecklenburg Wismar: Stadion-Sanierung kostet fast sechs Millionen Euro
Lokales Nordwestmecklenburg Wismar: Stadion-Sanierung kostet fast sechs Millionen Euro
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18:18 16.07.2016

Zu einer Mammutaufgabe wird die Sanierung des Kurt-Bürger-Stadions. Nach einer groben Schätzung belaufen sich die Kosten auf 5,63 Millionen Euro.

Der Eingangsbereich zum Stadion, der von der Bürgermeister-Haupt-Straße aus gesperrt ist, soll für 550 000 Euro saniert werden. Quelle: Vanessa Kopp

Dass der Zustand nicht so bleiben kann, wie er jetzt ist, darüber sind sich die Fraktionen einig. In der jüngsten Sitzung der Bürgerschaft wurde einstimmig der Beschluss gefasst, dass die Verwaltung bis September ein Grobkonzept zur Beseitigung des Sanierungsstaus im Stadion vorlegt.

Doch so schnell geht das nicht. Es fehlen konkrete Planungsleistungen, Zuwendungsbescheide vom Land, eine Prioritätenliste und Eigenmittel der Stadt. Denn der städtische Haushalt ist für 2016/2017 beschlossen. Daher sagte Amtsleiterin Edelgard Scheidt in dieser Woche im Sportausschuss: „Die Kosten von 5,63 Millionen Euro sind im Moment nicht darstellbar.“

Fest eingeplant sind im ersten Schritt 889000 Euro. 800000 Euro sollen vom Land kommen, auf die konkrete Zusage wartet die Stadt. Den Rest muss Wismar aufbringen. Von diesem Geld wird die seit vielen Monaten gesperrte Haupttreppenanlage im Eingangsbereich saniert. Das soll rund 550 000 Euro kosten. Eine Vorplanung liegt vor.

Zum anderen soll das Spielfeld einschließlich Entwässerung erneuert werden. Als ein nächster Schritt ist die Sanierung der Laufbahn an der Reihe. Dafür müssen laut Verwaltung erst noch zusätzliche Fördermittel eingeworben werden. Konkret vorgesehen für 2016 ist der Neubau einer Garage für Fahrzeuge und Pflegegeräte beim Marathontor. Kosten: 76 000 Euro. Davon werden 21 000 Euro aus dem Topf für Sportstättenbau des Landes zur Verfügung gestellt.

Edelgard Scheidt sicherte den Ausschussmitgliedern zu, alle auf dem Laufenden zu halten. Im September sollen die nächsten Informationen vorliegen. Nach Angaben der Verwaltung gab es mit dem FC Anker, der im Stadion seine Oberligapunktspiele austrägt und der Hauptnutzer ist, mehrere Abstimmungsrunden. Der Verein wolle sich bei Teilmaßnahmen beteiligen. „Die Sanierung des Gästeblocks wurde zurückgestellt, der Bau einer Flutlichtanlage soll beispielsweise über den FC Anker realisiert werden“, so die Verwaltung in einer Information an die Mitglieder des Sportausschusses. In der Mitteilung wird weiter darauf verwiesen, dass Aussagen zu Sponsoringleistungen oder freiwilligen Sanierungsbeiträgen nicht bekannt sind.

Selbst der Hauptnutzer habe als Verein Probleme, Sponsoren für bestimmte Leistungen zu finden. Freiwillige Arbeitsleistungen wie etwa bei Union Berlin ließen sich kaum realisieren, verweist die Stadt auf das Vergaberecht. Wenn, dann müssten sie im Rahmen der Gesamtplanung vorgeschlagen werden.

Kosten im Überblick

Die Gesamtkosten (Stand Juni 2016) belaufen sich auf 5,63 Millionen Euro.

Im Einzelnen geht es um diese Abschnitte:

1. Neubau Umkleidegebäude am Kunstrasenplatz: 1,92 Millionen Euro.

2. Abriss altes Umkleidegebäude: 85000 Euro.

3. Umbau/Sanierung des kleinen Backsteingebäudes rechts vom Haupteingang für KreisSportBund- und DLRG-Geschäftsstelle sowie Büro/Arbeitsraum Platzwarte im Erdgeschoss sowie Umkleide im Untergeschoss: 494 800 Euro.

4. Umbau/Sanierung für FC Anker-Räume (wo jetzt die Pressekonferenzen stattfinden) und Umkleide im Untergeschoss: 494800 Euro.

5. Sanierung Geschäftsstelle FC Anker: 125 000 Euro.

6. neue Stellplätze beim Kunstrasenplatz: 50 000 Euro.

7. Sanierung Naturrasen im Stadion, insbesondere Drainage: 300 000 Euro.

8. 400m-Rundlaufbahn von Tenne zu Kunststoff: 850 000 Euro.

9. Bau Flutlichtanlage: 85 000 Euro.

10. Sanierung Gästeblock: 185 000 Euro.

11. Sanierung Bastion: 500 000 Euro.

12. Neubau Haupttreppenanlage: 550000 Euro.

13. Neubau Garage beim Marathontor für Stadiontechnik: 76 000 Euro

Heiko Hoffmann

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