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Nordwestmecklenburg Wismar: Terminal für Kreuzfahrer wird ausgebaut
Lokales Nordwestmecklenburg Wismar: Terminal für Kreuzfahrer wird ausgebaut
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20:23 28.06.2013

Die Seehafen Wismar GmbH will künftig mehr und größere Kreuzfahrtschiffe abfertigen als bisher. Laut Geschäftsführer Michael Kremp stehen jetzt schon 15 Schiffsanläufe im kommenden Jahr fest. Er geht davon aus, dass bis zu 30 Kreuzfahrer pro Saison in den nächsten Jahren nach Wismar kommen werden. Somit ist mit insgesamt rund 40

000 Passagieren jedes Jahr zu rechnen.

Aus diesem Grund soll der Liegeplatz 17 im Alten Hafen (neben dem zur Ferienwohnung umfunktionierten Silo) ausgebaut werden. Die Bürgerschaft der Hansestadt fasste am Donnerstagabend einstimmig einen entsprechenden Grundsatzbeschluss, um die infrastrukturellen Voraussetzungen zu schaffen.

Der neue Terminal wird knapp drei Millionen Euro kosten. Laut Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) will die Stadt Fördermittel beim Land einwerben. Zu erwarten seien zwischen 60 und maximal 90 Prozent der förderfähigen Summe. Den Eigenanteil wollen Stadt und Seehafen gemeinsam tragen. Dabei hat das Unternehmen nach einer vorliegenden Kostenschätzung bei einer 60-prozentigen Förderung knapp 1,09 Millionen Euro zu finanzieren, die Stadt müsste 106 000 Euro aufbringen. „Erst wenn die Förderzusage vorliegt“, so Beyer, „wird das Vorhaben realisert.“ Im August/September sollen die Planungsleistungen vergeben werden. Der Baubeginn ist fürs kommende Jahr geplant.

Der Liegeplatz 17 soll um rund 115 Meter verlängert werden. Geplant ist, einen Dalbenliegeplatz zu errichten, das heißt Pfähle einzurammen, an denen die Schiffe festmachen können. Der Terminal muss ferner mit Zaun- und Toranlagen gegen unbefugtes Betreten gesichert werden. Das schreibt der Internationale Code zur Gefahrenabwehr auf Schiffen und Hafenanlagen vor. Wenn kein Kreuzfahrer am Kai liegt, sollen die Tore offen sein, sodass Besucher im Alten Hafen nach wie vor in diesem Bereich spazieren gehen können.

An Land muss eine Infrastruktur zur Ver- und Entsorgung der Schiffe geschaffen werden, um die Trinkwasserversorgung, Grauwasserübernahme und Schiffsabfallentsorgung zu gewährleisten. Außerdem sind Voraussetzungen zur Abfertigung der Kreuzfahrtpassagieren notwendig wie Grenz- und Zollkontrollen.

Die Hansestadt hat ein großes Interesse, vom wachsenden Kreuzfahrtgeschäft zu profitieren. Um es dauerhaft zu etablieren, hatte die Bürgerschaft vor einem Jahr der Gründung der Columbus Cruise Center Wismar GmbH, einer Tochtergesellschaft der Seehafen GmbH, zugestimmt.

Haike Werfel

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