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Nordwestmecklenburg Wismar diskutiert wieder über schlechte Noten im Lernatlas
Lokales Nordwestmecklenburg Wismar diskutiert wieder über schlechte Noten im Lernatlas
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13:59 08.01.2013

Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) wehrte sich am Donnerstagabend in Wismar gegen eine angebliche Stigmatisierung der Hansestadt und des Landkreises Nordwestmecklenburg. „Wer kann denn glauben, dass Wismar wirtschaftlich, kulturell oder bildungsmäßig am Boden liegt? Da lachen ja die Hühner“, sagte der Minister bei einer Diskussionsveranstaltung.

Stadt und Landkreis hatten in der Studie der Bertelsmann-Stiftung hintere Plätze belegt, Wismar landete im bundesweiten Vergleich der kleineren und mittleren Städte abgeschlagen auf dem letzten Platz. Besonders negativ wurde in der Hansestadt die hohe Rate an Schulabbrechern bewertet. Jeder vierte Jugendliche schafft demnach keinen Hauptschulabschluss. Dieser Wert habe sich jedoch seit Erstellen der Studie um 10 Prozentpunkte reduziert, betonte Brodkorb. Und von den verbleibenden 15 Prozent machten fast zwei Drittel einen Förderschulabschluss.

Der Erkenntniswert der Studie gleich Null, kritisierte Brodkorb. Sie fasse lediglich bereits bekannte Daten zusammen und biete keine Handlungsvorschläge, wie die Defizite abzustellen seien. Zudem hätten viele Daten gar nicht auf kommunaler Ebene vorgelegen sondern seien lediglich von der Landesebene auf Stadt und Kreis übertragen worden. Er bezweifle daher, ob es verantwortbar gewesen sei, die Studie überhaupt zu veröffentlichen.

Brodkorb sieht „stark verzerrtes Bild“

Auch die im Landkreis für Bildung zuständige Fachbereichsleiterin Kerstin Weiss wehrte sich gegen die schlechte Bewertung. Die Studie zeichne ein stark verzerrtes Bild. Einige Daten seien offenbar auch veraltet, etwa die Zahl der Auszubildenden, die in Wismar eine Lehre vorzeitig abbrechen. Laut Studie sollen es 50 Prozent sein. „Ich denke, da sind wir inzwischen besser geworden“, sagte Weiss.

Erstellt wurde der Lernatlas von der Bertelsmann Stiftung. Deren Vertreter Frank Frick verteidigte die Ergebnisse. „Wir stehen nach wie vor voll dahinter.“

Mit einem kommunalen Bildungsbericht will der Kreistag nun ein eigenes Bild von der Situation in der Region erstellen. Er soll bis Mitte 2013 vorliegen.

Axel Büssem

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