Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Nordwestmecklenburg Wismar und Umland kooperieren in Sachen Einzelhandel
Lokales Nordwestmecklenburg Wismar und Umland kooperieren in Sachen Einzelhandel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:26 29.06.2013
Das Konzept ist letztlich ein Schutzkonzept für Wismar.“Bürgermeister Thomas Beyer (SPD)
Wismar

Einstimmig hat die Bürgerschaft der Hansestadt das Regionale Einzelhandelskonzept für den Stadt-Umland-Raum Wismar beschlossen. Lediglich die beiden Mitglieder der Bürgerfraktion enthielten sich der Stimme. Besagter Raum schließt die Gemeinden Barnekow, Dorf Mecklenburg, Gägelow, Hornstorf, Krusenhagen, Lübow, Metelsdorf und Zierow mit ein. Sie hatten laut Wismars Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) dem Konzept bereits zugestimmt. Es soll in den kommenden Jahren als Grundlage für die städtebauliche und raumordnerische Bewertung von Einzelhandelsvorhaben, vor allem auch von großflächigen, im gesamten Stadt-Umland-Raum dienen.

Insofern sei dieses Entwicklungskonzept ein Schutzkonzept für Wismar als Kernstadt, das weiteren großflächigen Handel im Umland verhindern soll, erklärte der Bürgermeister. Zu Beginn der Neunzigerjahre hatten die Gemeinden Gägelow und Hornstorf die „Gunst der Stunde“ genutzt und in ihren Gewerbegebieten Einkaufszentren auf der grünen Wiese errichtet. Seinerzeit gab es noch keine geordnete Raumplanung und andere Instrumente, die diese aus heutiger Sicht Fehlentwicklungen hätten verhindert können.

So wird im Konzept festgestellt, dass die Quadratmeterzahl Verkaufsfläche pro Einwohner im Stadt-Umland-Raum Wismar bereits überschritten ist. Sie beträgt 2,24 m2 und liegt deutlich höher als im Landes- (1,65 m2) und im Bundesdurchschnitt (1,4 m2). Unter anderem diese Tatsache veranlasste die Bürgerfraktion, nicht zuzustimmen. Sie sehe keinen Bedarf an zusätzlichen Einzelhandelsflächen in Wismar, erklärte der Vorsitzende Andreas Eigendorf. Das Konzept jedoch nennt das Hevag-Gelände, ein städtebaulicher Missstand in Zentrumsnähe, eine potenzielle Entwicklungsfläche für Anbieter im Nahversorgungszentrum Hansehof sowie für den Discounter am Dreveswäldchen, der Verlagerungsabsichten hegt. Ferner beschreibt das Papier Entwicklungsziele für das Nahversorgungszentrum Kagenmarkt/Poeler Straße.

Hingegen stellt es für einzelne Gemeinden wie Barnekow und Lübow sowie für den Wismarer Stadtteil Dargetzow fest, dass es keine beziehungsweise eine sehr geringe Grundversorgung gibt, sodass hier Möglichkeiten gefunden werden sollten.

Das Regionale Einzelhandelskonzept beruht unter anderem auf einer Vollerhebung des Einzelhandelsbestandes, es analysiert Angebot und Nachfrage, definiert zentrale Versorgungsbereiche und Ergänzungsstandorte und nennt regionstypische Sortimente. Der Regionale Planungsverband Westmecklenburg hatte Ende 2011 ein Dortmunder Planungsbüro beauftragt, das Konzept zu erarbeiten. Vertreter der beteiligten Gemeinden, vom Landkreis, vom Amt für Raumordnung und Landesplanung Westmecklenburg sowie vom Ministeriums für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung MV haben die Erstellung begleitet.

Im August 2011 hatten Wismar und die Umlandgemeinden eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Bereits im Vorfeld und auch danach habe sich die Zusammenarbeit laut Bürgermeister Beyer gut entwickelt. Hansestadt und Umlandgemeinden seien aufeinander zugegangen.

H. Werfel

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

In Wismar können Neugierige ab der kommenden Woche in die Labore und Hörsäle schauen.

29.06.2013

Das winzige Dechow im Nordwestkreis ist jetzt offiziell eines der schönsten Dörfer Deutschlands. Die 212 Einwohner sind mächtig stolz.

29.06.2013

Der Hochseilgarten des Schullandheims in Neukloster als vertrauensbildende Maßnahme. Verein will die Angebote noch ausweiten. Als Nächstes ist ein Kulturcafé geplant.

29.06.2013
Anzeige