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Nordwestmecklenburg Wismarer Haffburg bleibt vorerst Asylbewerberheim
Lokales Nordwestmecklenburg Wismarer Haffburg bleibt vorerst Asylbewerberheim
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00:00 16.10.2012
Die Haffburg am Rande des Industriegebiets Haffeld. Die German Pellets GmbH ist am Kauf des Gebäudes interessiert. Quelle: Christel Ros
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Nordwestmecklenburg

Die Haffburg in Wismar wird bis auf Weiteres als zentrale Asylbewerberunterkunft genutzt, betonte Landrätin Birgit Hesse (SPD) auf Anfrage. Denn es geht das Gerücht, dass die Haffburg geschlossen werden soll. Der Landkreis Nordwestmecklenburg ist Träger dieser Einrichtung am Rande des Industrie- und Gewerbegebietes Haffeld. Und es ist das einzige Asylbewerberheim im Landkreis. Doch es gibt Überlegungen, sich mittelfristig anders zu orientieren, das heißt, eine andere zentrale Unterkunft in Wismar anzumieten.„Die Industrie rückt näher an die Haffburg heran. Und es gibt in der Tat einen Kaufinteressenten für das Gebäude“, so Birgit Hesse. Dieser Interessent ist die German Pellets GmbH am Torney, sozusagen auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Haffburg. Claudia Röhr, Unternehmenssprecherin der German Pellets sagt: „Das Unternehmen hat sein Kaufinteresse für das Gebäude bekundet, sobald es leer gezogen ist. Wir würden dann unsere Konzernzentrale hier vor Ort erweitern.“ German Pellets sei ein europaweit agierendes Unternehmen. Birgit Hesse betont: „Wichtig ist für mich, dass unsere Asylbewerber angemessen untergebracht sind. Dabei ist zu beachten, dass wir als Landkreis beide Varianten der Unterbringung für notwendig halten, zentral und dezentral.“ Wobei hier unterschiedliche Voraussetzungen zu berücksichtigen seien. Für einen bestimmten Personenkreis werde nach wie vor eine zentrale Unterbringung weiterhin erforderlich sein, demzufolge müsse durch den Landkreis eine zentrale Unterkunft vorgehalten werden.Der Landkreis hatte bereits in den letzten Wochen Kommunen angeschrieben und nachgefragt, ob dort mögliche Unterkünfte vorhanden seien. Doch es habe keine realisierbaren Angebote gegeben. In den kommenden Monaten ist mit einem weiteren Anstieg der Asylantenanträge zu rechnen. Nach einer aktuellen Prognose des Bundesinnenministeriums werden bundesweit in diesem Jahr mehr als 5000 Asylbewerber erwartet. Mecklenburg-Vorpommern muss nach einer festgelegten Quote 1050 Personen aufnehmen. Sie werden zunächst bei Boizenburg untergebracht, später werden die Flüchtlinge auf die Landkreise und kreisfreien Städte im Land verteilt. Wie viele es für Nordwestmecklenburg sein werden, kann die Presstelle des Landkreises noch nicht sagen.In der Haffburg leben 241 Menschen, darunter 83 unter 18 Jahre. Die Asylanten kommen überwiegend aus Afghanistan, Iran, Syrien, Serbien, Bosnien, Ghana, Mazedonien und Irak. Die Unterhaltung der Haffburg kostet jährlich rund 500 000 Euro, das Land erstattet dem Landkreis jedoch die Kosten.

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