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Nordwestmecklenburg Wismars Bürgermeister fordert Aussage zur Werft
Lokales Nordwestmecklenburg Wismars Bürgermeister fordert Aussage zur Werft
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23:12 25.09.2017
„„Ich wünsche mir eine Koalition der Vernunft. Alle müssen Federn lassen. Das Ergebnis der AfD finde ich ganz furchtbar.“       Antje Lange, Kreishandwerkerschaft
Wismar

Feiern, Wunden lecken, der Blick in die Zukunft – auch in Nordwestmecklenburg war die Bundestagswahl gestern das Thema Nummer eins schlechthin.

Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kultur zum Wahlergebnis.

Nordwestmecklenburgs Landrätin Kerstin Weiss (SPD) sprach Klartext nach der enttäuschenden Niederlage der Sozialdemokraten auf Bundesebene: „Die SPD hat die Quittung dafür bekommen, dass sie sich als Regierungspartei nicht klar von der CDU abgrenzen und glaubwürdig ihren Zukunftsplan an den Wähler bringen konnte. Jetzt kann es nur heißen: Die SPD wird stärkste Oppositionskraft, um in vier Jahren wiedererstarkt die nächste Regierung anzuführen.“

Der CDU-Kreisvorsitzende Erhard Huzel: „Ich sehe das Wahlergebnis mit gemischten Gefühlen. Ich freue mich, dass mit Karin Strenz und Dietrich Monstadt die beiden CDU-Kandidaten in den Wahlkreisen 12 und 13 die Direktmandate geholt haben. Auf der anderen Seite bereitet mir das Ergebnis der AfD Sorgen. Eine Partei, die mit den Ängsten der Wähler spielt, und weder Konzept noch Lösungen hat, ist für mich nicht hinnehmbar.“ Das sieht Antje Lange, Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Nordwestmecklenburg- Wismar, ähnlich: „Das Ergebnis der AfD finde ich ganz furchtbar, aber das ist Demokratie.“ Zur möglichen Jamaika-Koalition aus CDU/CSU, FDP und Grüne sagt Ante Lange: „Ich wünsche mir eine Koalition der Vernunft. Wie Grüne und Liberale gemeinsam funktionieren sollen, ist noch fraglich. Alle müssen Federn lassen. Umweltschutz und Wirtschaft sollten sich nicht ausschließen.“

Kreistags- und Bürgerschaftsmitglied Tino Schwarzrock (Grüne) ist skeptisch. Es mache einen Unterschied, was rechnerisch und inhaltlich zusammenpasst: „Ich kann nur hoffen, dass es bei Jamaika zu einer Mitgliederbefragung kommen wird, um zu sehen, ob das an der Basis gewünscht ist.“ Wismars Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) befürwortete indes den angekündigten Kurs seiner Partei. „Die Aussage von Martin Schulz, in die Opposition zu gehen, ist nur konsequent.“ Beyer appellierte zudem an alle demokratischen Parteien, die Wählerinnen und Wähler der AfD wieder zurückzugewinnen. „Das erwarte ich – auch von meiner eigenen Partei.“ In Richtung FDP machte Beyer eine klare Ansage. Die müsse sich nun die Frage gefallen lassen, wie sie zur Werft stehe. „Hier muss es eine klare Aussage geben.“

Miro Zahra, Leiterin des Plüschower Künstlerhauses sieht das Wahlergebnis auch als Chance. „ Mit der AfD sollten nicht nur die Kanzlerin, die anderen Parteien, sondern wir alle ruhig und bestimmt umgehen. Der Einzug der AfD in den Bundestag bietet die Chance, die eigenen Kräfte zu mobilisieren und noch mehr eigene Verantwortung bei der Gestaltung der Gesellschaft zu übernehmen.“

Heiko Hoffmann, Michael Prochnow und Nicole Buchma

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