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Nordwestmecklenburg Wismars Seehafen schafft Platz für riesige Containerschiffe
Lokales Nordwestmecklenburg Wismars Seehafen schafft Platz für riesige Containerschiffe
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20:16 27.07.2016
Das Bild zeigt den Entwurf für die Erweiterung. Quelle: Seehafen Wismar

Im Seehafen Wismar sind die Vorbereitungen für die Erweiterung von Flächen und Kaikante so gut wie abgeschlossen. Gestern übergab Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD) den Fördermittelbescheid über knapp 22 Millionen Euro. Insgesamt investieren Seehafen und Land knapp 31 Millionen in den Ausbau. „Damit wird der Dienstleister Hafen noch schlagkräftiger – sowohl für hiesige Kunden als auch für die, die noch kommen werden“, sagte Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) mit Blick auf die Werft und Genting. Gemeinsam mit der Fahrrinnenvertiefung sei die Erweiterung des Seehafens die wichtigste Infrastrukturmaßnahme derzeit.

Für die Entwicklung der Stadt sei das ein Riesenschwung, befand auch Minister Pegel. Er sei beeindruckt, wie gut die Erweiterung des Hafens vorbereitet wurde. „Wir haben bereits im Oktober vergangenen Jahres mit den Baumaßnahmen auf dem Areal begonnen und sind sehr froh, dass dieses lange geplante Projekt nun endlich realisiert werden kann“, sagte Michael Kremp, Geschäftsführer des Seehafens. Ein neues Pumpenhaus, eine komplett neue Kühlwasserversorgung für angrenzende Unternehmen wie den Dämmstoffhersteller Jackon oder Produktleitungen für Egger Holzwerkstoffe waren Voraussetzung für die Erweiterung. Taucher suchten nach Munition, fanden nur Eisen und zwei Koggen. Deren Herkunft und Alter müssen noch die Denkmalschützer bestimmen.

Im August sollen die Rammarbeiten für die Spundwände der neuen Kaianlage beginnen, sagte Kremp. Gut 330 Meter lang soll sie werden. Zwei zusätzliche Liegeplätze entstehen, die Anzahl der Plätze erhöht sich von 15 auf 17. Selbst Panamax-Schiffe können dann dort anlegen – Containerschiffe mit einer Länge von bis zu 294 Metern, die aufgrund ihrer Abmaße gerade so durch die beiden alten Schleusen des Panama-Kanals passen.

Zusätzlich werden 42 000 Quadratmeter Umschlagfläche mit Gleisanschluss geschaffen. „Der Seehafen hat in den kommenden 15 Jahren das Potenzial, den wasserseitigen Güterumschlag von 3,5 Millionen Tonnen pro Jahr auf 6 Millionen Tonnen zu erhöhen“, sagte Pegel und berief sich dabei auf die Prognosen im Bundesverkehrswegeplan.

Dass sich die Hafenerweiterung auf die Stadt auswirkt, zeigt auch die geplante Maßnahme der Bahn an der Poeler Straße. Mehr als die Hälfte der Güter im Seehafen wird auf Gleisen an- und abtransportiert. „Damit liegt Wismar bundesweit an der Spitze“, sagte Pegel. Umso wichtiger sei deshalb die Bahnunterführung. Bürgermeister Beyer verwies auch auf das Großgewerbegebiet, das am Autobahnkreuz Wismar entstehen soll. Die Stadt sei ein herausragender Industriestandort. „Wir haben die Pflicht und Schuldigkeit, alles dafür zu tun, dass es weitervorangeht“, sagte Beyer. Auch Michael Kremp denkt mit der Erweiterung des Hafens über neue Märkte nach. Holzexporte in die USA beispielsweise. Bis an der neuen Kaikante Containerschiffe festmachen und Güter umgeschlagen werden, dauert es noch. Im Jahr 2018 soll die Erweiterung abgeschlossen sein.

Nicole Buchmann

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