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Nordwestmecklenburg Wismarsche Straße soll erlebbarer werden
Lokales Nordwestmecklenburg Wismarsche Straße soll erlebbarer werden
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21:50 14.10.2015
Soll attraktiver werden: die Fläche zwischen dem Ploggensee und Vielbecker See. Noch lädt der Bauhof hier unter anderem Grünschnitt ab.
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Grevesmühlen

Attraktiv ist anders: Bisher wird die Wismarsche Straße in Grevesmühlen größtenteils nur genutzt, um kurz zu parken, in die Geschäfte zu gehen und dann wieder zu fahren. Schon das Überqueren der Fahrbahn mit großen Lücken zwischen den Pflastersteinen wird zum „Erlebnis“. Menschen, die auf Krücken, einen Rollator oder Rollstuhl angewiesen sind, haben ihre liebe Not, die Straße unbeschadet zu überqueren. Teilweise sind die Gehwege so eng, dass ein Kinderwagen kaum zwischen Laternenmast und Hauswand passt. Doch alles soll im kommenden Jahr anders werden. Mehrere Tausend Euro will die Stadt in die Hand nehmen, um die Wismarsche Straße erlebbarer zu machen, wie Bauamtsleiter Lars Prahler verspricht.

Der Wunsch auf Verbesserung wurde seitens vieler Anwohner mit der Erarbeitung eines Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) laut — allen voran die Situation um der Begehbarkeit der Straße selbst. Ähnlich wie der Radweg in Richtung Wasserturm soll die Straße aufgefüllt werden, sodass die tiefen Löcher zwischen den Steinen Geschichte sind. Zudem sollen mehr Bänke aufgestellt, die Straße einfach freundlicher werden.

So sehr sich das auch Uwe Bendiks (CDU), Mitglied im Kultur- und Sozialausschuss, wünscht, gab er doch zu bedenken: „Ich weiß nicht, ob wir dann noch den Anwohnern im Fliederweg in Wotenitz und in der Straße des Friedens in Grevesmühlen in die Augen blicken können.“ Die warten nämlich schon länger auf eine Straßensanierung, während die Wismarsche Straße 2006 schon einmal erneuert wurde.

Aber: Entwurfsplanungen soll es auch für die Straßen in Wotenitz und Grevesmühlen kommendes Jahr geben.

Dann soll ebenfalls der Graben zwischen dem Vielbecker See und dem Ploggensee in Angriff genommen werden. Die Fläche hinter den Garagen in der Sandstraße nutzt der städtische Bauhof derzeit zum Teil, um Grün- oder Rasenschnitt zu entsorgen. Das ist wenig einladend. Da die Verbindung beider Seen durch Rohre verläuft, könnte dort eine Grünanlage entstehen, die ein Gewinn für die Stadt wäre, wie der SPD-Fraktionsvorsitzende Stefan Baetke glaubt. 30000 Euro für erste Planungen hierzu sollen in den Haushalt 2016 eingestellt werden.

Geld in die Hand genommen werden soll auch für die Grünfläche vor dem Fitnessstudio am Ploggensee. Nach zwei Jahren Nutzung als provisorischer Parkplatz für Sportler und Badegäste des Freibades ist der Bereich stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Fläche soll befestigt werden und dann als Wohnmobilparkplatz genutzt werden, „um das wilde Parken am Gelände des Piraten Open Air zu verhindern“, begründet Bauamtsleiter Lars Prahler. Die Umsetzung der Maßnahme macht die Stadt aber von Fördermitteln abhängig, die vom Land fließen könnten.

Die SPD-Fraktion kritisierte kürzlich auf einer Sitzung des Hauptausschusses und der Ausschüsse für Finanzen, Bau, Umwelt sowie Kultur und Soziales der Stadtvertretung, dass mit den Haushaltsplanungen für das kommende Jahr allerdings zu wenig Projekte einfließen, die im Zuge des ISEK erarbeitet wurden. „Wir vermissen zum Beispiel die Bürgerwiese“, monierte Stefan Baetke. „Oder den Skulpturenweg vom Rathaus aus durch die Stadt“, ergänzte Hans-Joachim Schönfeldt. Auch eine Sanierung des Cap Arcona-Denkmals am Tannenberg solle nicht aus dem Blickfeld geraten, ergänzte er. Für Letztgenanntes gebe es nach Aussage von Lars Prahler noch keinen Fördertopf, der angezapft werden könnte. Doch er sagt: „Wir bleiben dran.“ Die Neugestaltung der Bürgerwiese und des Spielplatzes werde eventuell ins Jahr 2017 geschoben. „Die Investition ist 2015 beschlossen worden und kann bis drei Jahre danach übertragen werden“, so Prahler.

Der Haushalt 2016 wird auf der Dezembersitzung der Stadtvertreter beschlossen.

Bisher gibt es noch keinen Fördertopf, den wir anzapfen können. Wir bleiben dran.“Bauamtsleiter Lars Prahler zum Cap Arcona-Denkmal in Grevesmühlen

Jana Franke

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